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Gesundheit & Medizin

Einkommensausfälle und Existenzminimum: Was die Diagnose Darmkrebs finanziell bedeutet

Darmkrebs ist bei Männern und Frauen die zweithäufigste Krebsart. Jährlich erkranken in Deutschland circa 62.000 Menschen neu daran.
Anja Landshoeft mit ihrem Sohn beim Dreh des Videointerviews (© Mark Volz/patientenhilfe darmkrebs)
Anja Landshoeft mit ihrem Sohn beim Dreh des Videointerviews (© Mark Volz/patientenhilfe darmkrebs)
PR-Inside.com: 2017-12-21 14:46:10
Aufgrund von plötzlichen Einkommensausfällen oder hohen Zusatzausgaben geraten viele Betroffene nach der Diagnose in finanzielle Nöte. Die „patientenhilfe darmkrebs“ unterstützt in Not geratene Darmkrebspatienten. Die Initiative sammelt nun Spenden für Betroffene und möchte die finanzielle Not bei Darmkrebs noch mehr in die öffentliche Wahrnehmung rücken.

Darmkrebs ist eine „stille“ Krankheit. In den meisten Fällen gibt es keine Warnzeichen. Oft kommt die Diagnose unvermittelt und verändert das Leben von heute auf morgen. Neben den gesundheitlichen Problemen, bereitet häufig die finanzielle Situation zusätzlich schlaflose Nächte. Aufgrund der körperlichen und psychischen Belastung sind viele Patienten von einem Tag auf den anderen berufsunfähig oder stehen vor hohen Zusatzkosten.


Viele Patienten leiden unter finanzieller Belastung

Der Pianist und Musikschulleiter Martin Ermen (49) zum Beispiel nimmt starke Medikamente zur Krebsbekämpfung, die unter anderem auch die Nervenzellen angreifen: „Meine Füße und auch meine Fingerspitzen sind davon betroffen. Laufen ist für mich teilweise sehr mühsam und Klavierspielen kann ich zurzeit auch nur sehr eingeschränkt“, erzählt er. Das monatliche Einkommen bleibt aus.

Hinzu kommen oft hohe Ausgaben für Medikamente oder auch für die Kinderbetreuung. Anja Landshoeft erhielt die Darmkrebsdiagnose mit 30 Jahren als ihr Sohn gerade einmal vier Monate alt war. Um die Wundheilung nicht zu stören, durfte sie ihn nicht auf den Arm nehmen. Wie viele Krebspatienten litt sie nach der Operation unter einer Art Burnout. Sie war müde und erschöpft: „Ich hatte manchmal nicht einmal die Energie, um mit meinem Kind zu spielen“, berichtet sie.

Schnell sind vorhandene Rücklagen aufgebraucht, Gelder von der Krankenkassen und dem Arbeitsamt decken nur die nötigsten Besorgungen ab: Martin Ermen kam in Mietrückstand, Anja Landshoeft konnte ihrem Sohn keine Winterkleidung kaufen. In dieser Zeit erhielten die beiden finanzielle Unterstützung von der „patientenhife darmkrebs“. Schnell und unbürokratisch stellte die Initiative beiden jeweils 1.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung. Im neuen Jahr wollen beide wieder ins Berufsleben einsteigen.

In einem Videointerview erzählt Anja Landshoeft von ihrer Diagnose und der Zeit danach: www.patientenhilfe-darmkrebs.de

Die „patientenhilfe darmkrebs“ sammelt Spenden

Die gesetzliche Darmkrebsvorsorge setzt ab dem Alter von 50 Jahren ein. Für Martin Ermen oder Anja Landshoeft zu spät. Patienten wie sie gibt es viele. Jährlich erkranken in Deutschland ca. 62.000 Menschen an Darmkrebs. Ziel der „patientenhilfe darmkrebs“ ist es, noch mehr finanziell in Not geratenen Patienten zu helfen. Allein im Jahr 2017 erhielten rund 50 Patienten Unterstützung. Für das kommende Jahr will die Initiative etwa 65.000 Euro an Spenden sammeln, um noch mehr Betroffene finanziell entlasten zu können. Gerade in der Vorweihnachtszeit möchte das Projekt daher mehr öffentliche Wahrnehmung erfahren und über die wenig bekannten finanziellen „Nebenwirkungen“ von Darmkrebs aufklären.

Früh entdeckter Darmkrebs ist zu fast 100 Prozent heilbar

Darmkrebs zählt zu den am besten erforschten Krebsarten beim Menschen. Man weiß heute, dass sich ca. 90 Prozent der Darmkrebserkrankungen aus zunächst gutartigen Vorstufen, sogenannten Darmpolypen, entwickeln. Die Entartung vom Darmpolyp zum Krebs kann rund 10 Jahre dauern. Daher kann Darmkrebs im Unterschied zu vielen anderen Krebserkrankungen durch Vorsorgemaßnahmen nahezu komplett verhindern werden. Früh entdeckter Darmkrebs, der sich noch nicht auf andere Organe ausgebreitet hat, ist heute zu 90 bis 100 Prozent heilbar.

Wir freuen uns, wenn Sie die Initiative „patientenhilfe darmkrebs“ näher vorstellen und über die Geschichte von Betroffenen berichten wollen. Gerne stehen wir Ihnen für weitere Infos oder Interviewanfragen zur Verfügung.

Presseinformation
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Jörg Röthlingshöfer
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