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Wirtschaft & Industrie
Wieder mehr Übernachtungen im Deutschland-Tourismus erwartet - Zuwachs bereits im Januar
Zuversicht in der Reisebranche nimmt zu (PR-inside.com 10.03.2010 17:05:15) - Nach dem Krisenjahr 2009 hellt sich in der deutschen
Tourismusbranche die Stimmung wieder auf. Auf der am Mittwoch
gestarteten Internationalen Tourismusbörse (ITB) zeigten sich
führende Vertreter der Reiseindustrie und der Politik
zuversichtlich.
Berlin (ddp). Nach dem Krisenjahr 2009 hellt sich in der deutschen Tourismusbranche die Stimmung wieder auf. Auf der am Mittwoch gestarteten Internationalen Tourismusbörse (ITB) zeigten sich führende Vertreter der Reiseindustrie und der Politik zuversichtlich. Nach einem Rückgang im vergangenen Jahr habe sich die Lage stabilisiert, sagte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und fügte hinzu: «Es geht wieder aufwärts.»
Laut
Deutschem Reiseverband (DRV) zeigt der Buchungstrend für den Sommerurlaub nach oben. Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) prognostiziert für die Jahre 2010/2011 einen Zuwachs bei den Übernachtungen in Deutschland zwischen einem und drei Prozent. Im vergangenen Jahr waren sie um 0,2 Prozent auf 368,7 Millionen gesunken.
Brüderle und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hatten am Vormittag mit einem Rundgang die weltweit führende Messe der Reisebranche eröffnet. Erste Station war der Stand der Türkei als diesjährigem Partnerland der ITB.
«Im Oktober haben wird die Talsohle durchschritten«, sagte die DZT-Vorstandsvorsitzende Petra Hedorfer. Möglicherweise werde der erwartete Zuwachs «nicht ganz linear verlaufen». Eine Stabilisierung des Aufwärtstrends erwartet Hedorfer für 2011.
DRV-Präsident Klaus Laepple rechnet damit, dass sich in diesem Jahr die Zahl der Reisenden stabilisiert. Die um fünf bis acht Prozent niedrigeren Preise gegenüber dem Vorjahr böten für viele Stimulanz genug, einen Urlaub zu buchen. Eine Prognose zur Umsatzentwicklung der Reiseveranstalter wollte Laepple nicht abgegeben. Dies wäre »fahrlässig«. Dazu sollten die nächsten zwei bis drei Monate abgewartet werden. Im vergangenen Jahr hatten die Reiseveranstalter einen Umsatzrückgang von rund drei Prozent auf 20,8 Milliarden Euro verzeichnet.
Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Ernst Burgbacher (FDP), verteidigte die von der schwarz-gelben Bundesregierung beschlossene Senkung des Mehrwertsteuersatzes für die Hotellerie. Diese entfalte jetzt ihre Wirkung und habe sich positiv auf die Preise, aber auch auf zusätzliche Investitionen und Arbeitsplätze ausgewirkt.
Nach Angaben der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) ist die Urlaubslust der Bundesbürger ungebrochen. Allerdings klaffe die »soziale Schere" auch im Tourismus immer weiter auseinander, sagte FUR-Chef Peter Aderhold. Der Reisemarkt insgesamt sei stabil, die Aussichten seien gut. Denn die Deutschen schauten im Jahr 2010 viel positiver in die Zukunft als noch vor einem Jahr.
Die Zahl der Gästeübernachtungen in Deutschland erhöhte sich im Januar laut Statistischem Bundesamt leicht. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg sie um zwei Prozent auf 19,2 Millionen. Von der Gesamtzahl der Übernachtungen entfielen 16,4 Millionen auf inländische Gäste, was einem Plus von zwei Prozent entspricht. 2,8 Millionen Übernachtungen wurden von Besuchern aus dem Ausland gebucht, drei Prozent mehr als im Januar 2009.
(ddp)
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