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Politik
Auch Brandenburgs Justizminister Schöneburg zu Gast in Zossen
Zossener Bürgerinitiative erinnert an Nazi-Opfer (PR-inside.com 27.01.2010 19:24:01) - In Zossen ist der Opfer des Nationalsozialismus gedacht worden.
Zu der Veranstaltung am Mittwochabend auf dem Marktplatz kamen nach
Polizeiangaben rund 100 Menschen. Die Teilnehmer erinnerten an die
Holocaust-Opfer aus Zossen. Zu dem Gedenken hatte die
Bürgerinitiative «Zossen zeigt Gesicht» aufgerufen.
Zossen (ddp-lbg). In Zossen ist der Opfer des Nationalsozialismus gedacht worden. Zu der Veranstaltung am Mittwochabend auf dem Marktplatz kamen nach Polizeiangaben rund 100 Menschen. Die Teilnehmer erinnerten an die Holocaust-Opfer aus Zossen. Zu dem Gedenken hatte die Bürgerinitiative «Zossen zeigt Gesicht» aufgerufen.
Die Initiative war vor einem Jahr gegründet worden, nachdem Neonazis im Dezember 2008 eine Kundgebung
für Zossener Juden gestört und am Gedenktag für die Holocaust-Opfer im Januar 2009 einen Aufmarsch auf dem Marktplatz veranstaltet hatten. Am Rande der diesjährigen Veranstaltung fanden sich laut Polizei etwa 30 der rechten Szene zuzuordnende Personen ein. Es habe aber keine ernsthaften Zwischenfälle gegeben, sagte ein Polizeisprecher.
Das von der Bürgerinitiative im September 2009 eröffnete «Haus der Demokratie» war in der Nacht zu Samstag komplett niedergebrannt. Justizminister Volkmar Schöneburg (Linke) sagte am Mittwoch bei einem Besuch in Zossen, die Brandursache werde noch ermittelt. «Aber eines steht für mich fest: Rechtsextremisten, die sich feiernd vor dem brennenden Haus der Demokratie filmen, sind wie geistige Brandstifter», sagte er.
Das Problem des Rechtsextremismus im Raum Zossen darf nach Auffassung des Ministers nicht unterschätzt werden. «Zur rechtsextremen Szene rund um Zossen zählen etwa 70 Personen, etliche sind gewaltbereit», sagte er. Der NPD-Kreisverband Dahmeland, in dessen Einzugsbereich Zossen liegt, sei seit einiger Zeit bemüht, das Netz zwischen Berliner und Brandenburger Rechtsextremisten auszubauen.
(ddp)
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