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Wirtschaft & Industrie

Analyse spricht den Autobauer aber nicht frei von Schuld

Zeitung: Gaspedalsteuerung angeblich nicht schuld an Toyota-Unfällen



(PR-inside.com 14.07.2010 11:46:04) - Die bislang untersuchten Unfälle mit Toyota-Fahrzeugen sind angeblich doch nicht auf einen Defekt der elektronischen Gaspedalsteuerung zurückzuführen. Vielmehr scheine eine Verwechslung von Gas- und Bremspedal für die Unfälle verantwortlich zu sein, sagten mehrere mit Untersuchungsergebnissen vertraute Personen, wie das «Wall Street Journal» berichtet.

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New York (ddp.djn). Die bislang untersuchten Unfälle mit Toyota-Fahrzeugen sind angeblich doch nicht auf einen Defekt der elektronischen Gaspedalsteuerung zurückzuführen. Vielmehr scheine eine Verwechslung von Gas- und Bremspedal für die Unfälle verantwortlich zu sein, sagten mehrere mit Untersuchungsergebnissen vertraute Personen, wie das «Wall Street Journal» berichtet. Dies gehe aus einer Analyse von Dutzenden Datenrekordern hervor. Den Aufzeichnungen der Datenrekorder zufolge sei das Gaspedal voll durchgedrückt
gewesen und die Bremse nicht bedient worden. Dennoch spreche die Analyse den japanischen Hersteller nicht frei von Schuld. Zwar scheine die elektronische Gaspedalsteuerung nicht für die Unfälle verantwortlich zu sein. Jedoch seien klemmende Gaspedale, die nicht problemlos in ihre Ausgangsposition zurückkehren, sowie Fußmatten, die sich verklemmen können, weiter Probleme. Bislang hat die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA dem Bericht zufolge mehr als 3000 Beschwerden über eine plötzliche Beschleunigung von Toyota- und Lexus-Fahrzeugen erhalten. Den Beschwerden zufolge habe die plötzliche Beschleunigung der Fahrzeuge bislang zu 75 tödlichen Unfällen mit insgesamt 93 Toten geführt. Die NHTSA habe bislang nur in einem Fall eindeutig feststellen können, dass ein tödlicher Unfall auf Probleme mit dem Fahrzeug zurückzuführen war. In diesem Fall habe eine rutschende Fußmatte das Gaspedal verklemmt und einen Unfall verursacht, der einen Polizisten tötete und drei Insassen eines Lexus verletzte. Bei der Analyse der Datenrekorder habe die NHTSA bislang hingegen kein Problem mit der elektronischen Gaspedalsteuerung feststellen können, schreibt das Blatt. Gegen Toyota seien Klagen von mehr als 100 Klägern anhängig, in denen Probleme mit der elektronischen Gaspedalsteuerung für Unfälle verantwortlich gemacht worden seien. Untersucht worden seien Unfälle, bei denen das Auto den Fahrern zufolge trotz getretener Bremsen nicht stoppte. Toyota hat wegen zahlreicher Qualitätsprobleme in den vergangenen Monaten mehr als acht Millionen Autos weltweit zurückgerufen. Eine NHTSA-Sprecherin wollte sich nicht zu den Ergebnissen der bisherigen Analysen äußern. ddp


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