(PR-inside.com 06.11.2009 14:36:07) - Willy Bogner wird zum symbolischen Gehalt von einem Euro Chef der
Münchner Olympia-Bewerbung für die Winterspiele 2018. Wie die
Bewerbungsgesellschaft am Freitag in München mitteilte, wurde der
67-jährige Unternehmer und Wintersportler einstimmig zum neuen
Vorsitzenden der Geschäftsführung berufen.
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München/Garmisch-Partenkirchen (ddp-bay). Willy Bogner wird zum symbolischen Gehalt von einem Euro Chef der Münchner Olympia-Bewerbung für die Winterspiele 2018. Wie die Bewerbungsgesellschaft am Freitag in München mitteilte, wurde der 67-jährige Unternehmer und Wintersportler einstimmig zum neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung berufen. «Wir sind optimistisch, manche Bedenken durch die Person Bogners ausräumen zu können», sagte der Bürgermeister von Garmisch-Partenkirchen, Thomas Schmid (Christlich Soziales Bündnis).
In der Marktgemeinde, die neben München (Eröffnung, Schlussfeier, Eiswettbewerbe) und Schönau am Königsee (Bob und Rodeln) die Skiwettbewerbe austragen soll, formiert sich Bürgerprotest.
Der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Bach, sagte, Bogner vereine «das, was die Bewerbung nach außen tragen will». So sei Bogner nicht nur selbst erfolgreicher Olympiateilnehmer gewesen, sondern verfüge als erfahrener Unternehmer auch über große wirtschaftliche Kompetenz. Darüber hinaus sei er durch seine Tätigkeit beim Film auch dem kulturellen Leben sehr verbunden. Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) dankte Bogner «auch im Namen von Ministerpräsident Seehofer» für dessen ehrenamtliches Engagement.
Bogner hat sich mit zahlreichen Aktivitäten rund um den Sport weltweit einen Namen gemacht. Die Karriere des Münchners begann in den 60er Jahren als Skirennläufer und Olympiateilnehmer in Squaw Valley in den USA. Später stieg er in die Bekleidungsfirma seines Vaters ein und übernahm ab 1977 die Leitung. Außerdem produzierte er als Kameramann spektakuläre Filmaufnahmen für mehrere James-Bond-Filme.
Einen Interessenkonflikt zwischen seiner Tätigkeit als Olympia-Chef und als Unternehmer sieht Bogner nicht. Das sei vielmehr «ein Interessengleichklang», sagte er. «Selbstverständlich» werde er auch für die Spiele 2018 versuchen, Ausstatter der Sportler zu werden, betonte Bogner.
Alle Vertreter der Bewerbungsgesellschaft betonten, man müsse die Sorgen der Olympia-Kritiker sehr ernst nehmen. Schmid betonte, bislang sei kein formeller Antrag auf ein Ratsbegehren gegen die Winterspiele eingegangen. Wie die «Süddeutsche Zeitung» (Freitagausgabe) berichtete, prüft die CSU-Fraktion in Garmisch ein solches Begehren. Grund sei die Unsicherheit über die Kosten, die der finanzschwache Markt bei einem Zuschlag für die Spiele tragen müsste.
Dagegen betonte Schmid, die Projekte seien nun ausgearbeitet. «Jetzt wird es Aufgabe sein, die Menschen alle mitzunehmen». Bogner kündigte an, selbst Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten.
Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) betonte, die Einschätzung, München profitiere von den Spielen, Garmisch aber bekomme die Nachteile ab, könne er «gar nicht teilen». Dies sei ein «recht polemischer Vorwurf einzelner Zweifler». Er verwies darauf, dass der Gemeinderat von Garmisch-Partenkirchen ohne Gegenstimme für die Olympia-Bewerbung gestimmt habe. «Und wenn ein Gemeinderat mehrmals einstimmige Beschlüsse fasst, dann muss er sich auch an die Zusagen halten.»
Neben der bayerischen Landeshauptstadt bewerben sich auch das französische Annecy und das südkoreanische Pyeongchang um die Ausrichtung der Winterspiele 2018. Über die Vergabe entscheidet das IOC im Juli 2011.
(ddp)
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