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Politik
Erstmals findet eine Afghanistankonferenz im Land selbst statt
Westerwelle hebt Symbolkraft der Afghanistankonferenz hervor (PR-inside.com 19.07.2010 15:22:01) - Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat vor seiner Reise zur internationalen Afghanistankonferenz die große Symbolkraft des Treffens in der Hauptstadt Kabul hervorgehoben. Erstmals spreche die internationale Staatengemeinschaft über Afghanistan bei einer Konferenz im Land, die von der dortigen Regierung ausgerichtet werde, sagte Westerwelle am Montag in Berlin.
Berlin (ddp). Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat vor seiner Reise zur internationalen Afghanistankonferenz die große Symbolkraft des Treffens in der Hauptstadt Kabul hervorgehoben. Erstmals spreche die internationale Staatengemeinschaft über Afghanistan bei einer Konferenz im Land, die von der dortigen Regierung ausgerichtet werde, sagte Westerwelle am Montag in Berlin. Mutmaßlich sei es die größte internationale Konferenz seit 50 Jahren in Kabul.
Westerwelle bezeichnete die Zusammenkunft der
rund 40 Außenminister und Vertreter internationaler Organisationen als «wichtige Wegmarke» auf dem Weg zur Übertragung der Sicherheitsverantwortung an die Afghanen. Dabei sollten «konkrete Handlungsanweisungen» besprochen werden. Zugleich dämpfte er die Erwartungen an sofortige Ergebnisse. Entscheidend seien nicht nur die Stunden der Tagung. Die Nachbereitung sei mindestens genauso wichtig.
Der Außenminister bekräftigte aber, dass eine Abzugsperspektive erarbeitet werden solle. So sollten die ersten Truppen bereits im nächsten Jahr reduziert werden. Ziel sei es, dass die Afghanen 2014 vollständig für die eigene Sicherheit zuständig sind. «Europäische Verhältnisse» werde es in Afghanistan aber nicht geben, räumte er ein. Erneut warb er für eine Aussöhnung mit den Taliban. Einen anderen Weg gebe es nicht, um Frieden zu erreichen. Westerwelle fügte hinzu, er rechne unverändert mit «schrecklichen Meldungen» aus Afghanistan.
Auf seinem Flug nach Afghanistan wird Westerwelle begleitet von der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton, Tschechiens Außenminister Karel Schwarzenberg und dem österreichischen Generalstaatssekretär für auswärtige Angelegenheiten, Johannes Kyrle. Die gemeinsame Reise sei ein «wichtiges europäisches Signal», hieß es in Ministeriumskreisen.
ddp
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