(PR-inside.com 08.11.2009 13:19:02) - Nach der Bohrpanne vor dem Wiesbadener Finanzministerium ist die
Wasserquelle am Wochenende abgedichtet worden. Fachleute konnten den
Wasseraustritt am Samstagnachmittag stoppen, wie das
Finanzministerium in Wiesbaden mitteilte. Dazu sei Zement mit hohem
Druck in das Bohrloch gepresst worden. «Der Seitenkanal konnte
dadurch trockengelegt werden», sagte ein Ministeriumssprecher.
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Wiesbaden (ddp-hes). Nach der Bohrpanne vor dem Wiesbadener Finanzministerium ist die Wasserquelle am Wochenende abgedichtet worden. Fachleute konnten den Wasseraustritt am Samstagnachmittag stoppen, wie das Finanzministerium in Wiesbaden mitteilte. Dazu sei Zement mit hohem Druck in das Bohrloch gepresst worden. «Der Seitenkanal konnte dadurch trockengelegt
werden», sagte ein Ministeriumssprecher. Seit Donnerstagabend seien schätzungsweise insgesamt mehrere Hundert Kubikmeter Wasser aus dem Boden gesprudelt.
Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) zeigte sich erleichtert über den Erfolg der Maßnahmen: Die Lage habe sich deutlich entspannt. Eine endgültige Entwarnung könne aber erst gegeben werden, wenn dauerhaft kein Wasser mehr austrete. Umstehende Gebäude seien durch die Wassermassen nicht beschädigt worden.
Bauarbeiter hatten am Donnerstagabend auf dem südlichen Parkplatz des Finanzministeriums bei einer Probebohrung nach Erdwärme eine unter Druck stehende Grundwasserader getroffen. Daraufhin schossen meterhohe Wasserfontänen aus dem circa 130 Meter tiefen Bohrloch und überfluteten den Parkplatz sowie eine Grünfläche. Expertenangaben zufolge traten pro Minute bis zu 6000 Liter Wasser aus. Gegen Mitternacht standen etwa 400 Quadratmeter unter Wasser.
Feuerwehrleute pumpten das Wasser in Kanäle, um ein Überfluten des Finanzministeriums und eines Hotels zu verhindern. Am Freitagmorgen gelang es nach stundenlanger Arbeit, das Bohrloch mit Beton notdürftig abzudichten. Allerdings bahnte sich das Wasser durch andere Öffnungen immer noch seinen Weg an die Oberfläche. Am Abend flossen Ministeriumsangaben zufolge noch immer bis zu 500 Liter Wasser pro Minute aus dem Erdreich. Die Feuerwehr legte einen Graben an, um das austretende Grundwasser zu kanalisieren und abzupumpen.
Bei dem Bauprojekt auf dem Gelände des Finanzministeriums sollte überprüft werden, ob für einen geplanten Anbau Erdwärme genutzt werden kann. Das Ministerium will 2010 auf dem Parkplatz Büros und eine Kinderkrippe errichten. Nach Angaben des Sprechers hatten Fachleute vor der Bohrung geprüft, ob bei den Arbeiten möglicherweise Heilquellen getroffen werden könnten. Die sogenannten Geothermie-Tiefenbohrungen waren etwa 30 Meter vom Ministerium entfernt vorgenommen worden.
(ddp)
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