Bianca Jagger, Yang Lian und Helena Waldmann diskutierten in München über Menschenrechte und internationale Kulturbeziehungen
„Wahrung von Menschenrechten muss bei jedem Einzelnen beginnen“
Cornelia Zetzsche, Bianca Jagger,
Yang Lian, Helena Waldmann (v. links)
(PR-inside.com 11.11.2009 15:33:56) - Aus Anlass seines 50-jährigen Bestehens in Deutschland und seines 75-jährigen Jubiläums weltweit tauschten sich in München auf Einladung des British Council die Menschenrechtsanwältin Bianca Jagger, der Dichter Yang Lian und die Choreografin Helena Waldmann über ihre jeweils sehr persönliche Perspektive auf das Thema Menschenrechte aus und erörterten, welche Rolle internationale Kulturbeziehungen in diesem Zusammenhang spielen können.
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Das Podiumsgespräch in den Münchner Kammerspielen am 10. November fand in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und dem Bayerischen Rundfunk statt, dessen Moderatorin Cornelia Zetzsche die Diskussion leitete.
Bianca Jagger berichtete davon, wie sie schon in jungen Jahren durch die Erfahrungen mit dem Somoza-Regime im heimatlichen Nicaragua für ihre spätere Laufbahn stark
geprägt wurde. In Honduras geriet sie später in Konflikt mit so gennanten death squads, und ihre Eindrücke aus Sarajevo begleiten sie bis heute, da wieder ein Prozess in Den Haag begonnen hat.
Yang Lian erinnerte an die Zeiten der Kulturrevolution, während derer das Dichten für ihn immer auch ein kreatives Ventil gewesen sei, das ihm geholfen habe, Erlebtes zu verarbeiten. Mit Hinweis auf die Ereignisse des Jahres 1989 auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking mahnte er an, dass die Wahrung von Menschenrechten sich nicht immer nur auf ferne Plätze beziehen dürfe, sondern bei jedem Einzelnen beginnen müsse.
Helena Waldmann präsentierte ihre sehr persönliche künstlerische Sichtweise. Als Choreografin und Regisseurin trete sie in Kontakt mit Menschen in Krisengebieten und versuche dabei, über die gemeinsame Arbeit zumindest künstlerische Freiräume zu schaffen - womit sie auf die Arbeit von Organisationen wie British Council und Goethe-Institut Bezug nahm, die gerade auch in solchen Weltregionen Foren für eine offene Begegnung der Kulturen anbieten.
Der British Council ist eine kulturelle Mittlerorganisation, die über den Austausch von Wissen und Ideen zwischen Menschen weltweit Engagement und Vertrauen für Großbritannien aufbaut. Seine Kernaufgaben: Förderung von Kreativität in Wissenschaft, Bildung und Kultur, Stärkung des interkulturellen Dialogs, Förderung des Austauschs über globale Herausforderungen wie den Klimawandel.
Der British Council, 1934 gegründet, feiert im Jahr 2009 sein 75-jähriges Bestehen. In Deutschland arbeitet der British Council seit 50 Jahren.
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