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Wirtschaft & Industrie

VÖB fordert Verschiebung von Basel III auf den 1. Januar 2014


pressetext Nachrichtenagentur GmbH

(PR-inside.com 29.11.2012 11:54:33)

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Berlin (pts018/29.11.2012/11:50) - Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, fordert eine klare Aussage dazu, dass die Banken die europäischen Regelwerke zur Umsetzung von Basel III (CRR und CRD IV) aufgrund der noch immer nicht terminierten Verabschiedung in Brüssel und des hohen technischen Umsetzungsaufwandes nicht ab dem 1. Januar 2013, sondern erst zum 1. Januar 2014 anwenden können. Unverbindliche Auskünfte der Bankenaufsicht reichen nicht aus,

um den Banken die notwendige Rechts- und Planungssicherheit zu geben.

"Bei Verabschiedung der neuen Vorgaben vor der Sommerpause 2012 hätten die Banken eine realistische Chance gehabt, die neuen Regelungen wie geplant ab dem Jahreswechsel anzuwenden. Inzwischen ist absehbar, dass die europäische Richtlinie und Verordnung (CRR und CRD IV) erst Anfang 2013 verabschiedet werden. Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, dass offiziell weiterhin an der Erstanwendung der neuen Regelungen zum 1. Januar 2013 festgehalten wird. Die Banken müssen eine realistische Chance haben, das komplexe Regelwerk umzusetzen. Verzögerungen im europäischen Rechtsetzungsverfahren dürfen nicht einseitig zu Lasten der Kreditwirtschaft gehen", so VÖB-Hauptgeschäftsführer Dr. Hans Reckers heute in Berlin. Der Verband begrüßt insofern, dass die Europäische Bankaufsichtsbehörde (EBA) die Erstanwendung der neuen Regeln zur Finanzberichterstattung (FinRep) auf den 1. Januar 2014 verschoben hat.

Reckers betont zudem, dass die Besonderheiten der Förderbanken im CRD IV-Regelwerk ausreichend berücksichtigt werden müssen, damit diese als wichtige Player bei der Kreditversorgung, vor allem des Mittelstandes, ihren öffentlichen Förderauftrag auf künftig uneingeschränkt ausüben können. "Die deutschen Förderbanken haben einen gesetzlich klar umrissenen öffentlichen Auftrag, der ihre Geschäftstätigkeit auf das Fördergeschäft beschränkt. Sie vergeben ihre Förderkredite wettbewerbsneutral über Hausbanken an die Endkreditnehmer. Den Besonderheiten des Fördergeschäftes wird in der CRD IV bzw. im CRD IV-Umsetzungsgesetz bereits an einigen Stellen Rechnung getragen. Dies gilt beispielsweise für die Behandlung von Förderdarlehen im Großkreditregime. Damit Förderinstitute jedoch auch zukünftig ihren öffentlichen Förderauftrag uneingeschränkt ausüben können, bedarf es weiterer Nachbesserungen. Dies betrifft unter anderem die Risikogewichtung von über Hausbanken ausgereichten Förderdarlehen im Eigenkapitalregime", so der VÖB-Hauptgeschäftsführer.

Über den VÖB
Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, vertritt die Interessen von 62 Mitgliedsinstituten, darunter die Landesbanken sowie die Förderbanken des Bundes und der Länder. Die Mitgliedsinstitute des VÖB repräsentieren mit 1.991 Milliarden Euro knapp 24 Prozent der Bilanzsumme des deutschen Bankenmarktes (Geschäftsjahr 2011). Mit rund 80.000 Beschäftigten nehmen die öffentlichen Banken ihre Verantwortung für Mittelstand, Unternehmen, die öffentliche Hand und Privatkunden wahr und sind in allen Teilen Deutschlands fest in ihren Heimatregionen verwurzelt. Mit knapp 47 Prozent sind die VÖB-Mitgliedsbanken Marktführer bei der Kommunalfinanzierung und stellen zudem rund 24 Prozent aller Unternehmenskredite in Deutschland zur Verfügung.

(Ende)

Aussender: Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.
Ansprechpartner: RA Dr. Stephan Rabe
Tel.: +49/30/81 92 - 1 61
E-Mail: presse@voeb.de
Website: www.voeb.de

[ Quelle: http://www.pressetext.com/news/20121129018 ]


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