(PR-inside.com 10.11.2009 15:55:05) - Der Bund der Vertriebenen (BdV) hat die Kritik von Außenminister
Guido Westerwelle (FDP) an BdV-Präsidentin Erika Steinbach (CDU) und
ihre Ambitionen auf einen Sitz im Rat der Stiftung «Flucht,
Vertreibung, Versöhnung» zurückgewiesen.
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Bonn/Berlin (ddp). Der Bund der Vertriebenen (BdV) hat die Kritik von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) an BdV-Präsidentin Erika Steinbach (CDU) und ihre Ambitionen auf einen Sitz im Rat der Stiftung «Flucht, Vertreibung, Versöhnung» zurückgewiesen. Westerwelle irre, wenn er meint, dass es bei der Besetzung des Sitzes um persönliche Interessen oder persönliche Pläne Steinbachs gehe, sagte BdV-Generalsekretärin Michaela Hriberski am Dienstag in Bonn. Vielmehr
gehe es um den Verband und den Respekt vor den Opfern von Flucht und Vertreibung.
Steinbach verfolge als gewählte Präsidentin die Anliegen der Mitglieder und gebe ihnen seit mehr als zehn Jahren «Gesicht und Stimme in der Öffentlichkeit.» Hriberski bezeichnete es als «absurd», dass es zum Lebenstraum einer Abgeordneten gehöre, Mitglied in einem Stiftungsrat zu sein. Es sei die Aufgabe einer Präsidentin, dort die Verbandsinteressen zu vertreten.
Hriberski kritisierte, es sei schade, «dass in der wiederaufflammenden Debatte die Argumente ein immer niedrigeres Niveau erreichen» würden. Der Außenminister sollte bedenken, welchen Stellenwert eine solche Dokumentationsstätte noch habe, wenn ausgerechnet ein Vertreter der Gruppe derjenigen, deren Schicksal dort dargestellt werden soll, als persona non grata ausgesondert werde. Fraglich sei dann auch, ob die Stätte tatsächlich noch der Versöhnung zwischen den Völkern diene. Auch der BdV müsse dann über den Stellenwert der staatlichen Stiftung nachdenken, fügte sie hinzu.
Westerwelle hatte zuvor an Steinbach appelliert, mit Blick auf die Vorbehalte in Polen gegen ihre Person ihre Ambitionen auf den Sitz zurückzustellen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verwies in der ARD darauf, dass zunächst der Bund der Vertriebenen entscheiden müsse, erst dann werde die Bundesregierung darüber beraten. CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich hatte sich dafür ausgesprochen, dem Rat die Entscheidung über die Besetzung selbst zu überlassen.
(ddp)
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