(PR-inside.com 09.11.2009 17:37:03) - Die Tarifkommission der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat
die Vereinbarung mit dem Insolvenzverwalter von Karstadt über einen
Sanierungsbeitrag der Beschäftigten in Höhe von insgesamt 150
Millionen Euro am Montag erwartungsgemäß abgesegnet.
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Berlin (ddp). Die Tarifkommission der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat die Vereinbarung mit dem Insolvenzverwalter von Karstadt über einen Sanierungsbeitrag der Beschäftigten in Höhe von insgesamt 150 Millionen Euro am Montag erwartungsgemäß abgesegnet. Nach der am Samstag erzielten Einigung werden die rund 28 000 Karstadt-Beschäftigten bis 31.
August 2012 auf Urlaubsgeld, tarifliche Vorsorgeleistungen und Teile des Weihnachtsgeldes verzichten.
Wie ver.di mitteilte, werden die Sanierungsbeiträge zunächst durch eine Treuhandregelung gesichert, um die Beschäftigten vor einem Verlust zu schützen, falls die angestrebten Sanierungsschritte nicht eintreten. Über die Zukunft von 17 der insgesamt 126 Filialen werde der Insolvenzverwalter in den kommenden Wochen entscheiden. Der Einigung müssen nun noch die regionalen Tarifkommissionen des Einzelhandels zustimmen. Zudem führt ver.di eine Mitgliederbefragung durch.
Die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Margret Mönig-Raane sagte, die Perspektive der Filialen hänge jetzt entscheidend von klaren Zugeständnissen seitens der Vermieter ab. Damit könne dann ein Insolvenzplan zustande kommen, der Voraussetzung für den Einstieg dringend benötigter Investoren sei.
Den Gläubigern der insolventen Karstadt-Warenhausgruppe will Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg am Dienstag in Essen das Sanierungskonzept vorlegen. Görgs Sprecher Thomas Schulz sagte am Wochenende, der Insolvenzverwalter werde auf der Grundlage der erzielten Einigung den Gläubigern das Angebot unterbreiten, die Waren- und Sporthäuser als Ganzes über ein Insolvenzplanverfahren zu sanieren.
Karstadt hatte als Tochter des ebenfalls insolventen Arcandor-Konzerns (ehemals KarstadtQuelle) Anfang Juni Insolvenz angemeldet. Das Insolvenzverfahren wurde am 1. September eröffnet.
(ddp)
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