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Kunst

UTOPIE_MENSCH Gruppenausstellung

Flyer UTOPIE_MENSCH
Flyer UTOPIE_MENSCH
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG Mittwoch, 16. September 2015, 19 Uhr CLUB INTERNATIONAL C.I. Payergasse 14, 1160 Wien Ausstellung bis Ende Oktober 2015

 

PR-Inside.com: 2015-07-17 17:07:45
Der „Homo Utopicus“ im Spiegel künstlerischer Positionen

Am 16. September wird im Offspace Club International C.I. in Wien Ottakring die dritte von drei Gruppenausstellungen zum Jahresthema 2015 UTOPIEN eröffnet. Mit „UTOPIE_MENSCH“ setzen sich 11 Künstlerinnen und Künstler auseinander. Die Ausstellung wird von einem Rahmenprogramm mit Künstlergesprächen und einem Themenabend zur Vienna Business Week am 1. Oktober begleitet.

Hans Felkl BAROSSA

Renate DORFMEISTER

W. Otto GEBERZAHN

Heidrun KARLIC

Bozena KORMOUT

Alfred MELCHERT

Ilona PETÖNE SZENTES

Bernadette STUMMER

Julia WEINTRAGER

WESSI

Waltraud ZECHMEISTER

„Utopien können helfen, überkommene Denkmuster abzustreifen, rütteln auf, setzen kreative Ideen frei“, sagt der französische Philosoph Miguel Abensour. Durch die Verschiebung des Realen versuchen die Utopisten Formen menschlicher Beziehungen zu erfinden, die bisher nicht existiert haben. Das ambivalente Menschenbild, mit dem wir es im utopischen Denken zu tun haben, ist Thema dieser Gruppenausstellung. Der Mensch, der sich in eine positive oder in eine negative Richtung entwickeln kann, die zahlreichen Facetten seiner Persönlichkeit, seine Träume von erstrebenswerten Nicht-Orten, die zu Dystopien werden, aber auch transhumanistische Ansätze bis hin zur Abschaffung des Menschen dienten den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern als Anregung für eine große Vielfalt an Bildfindungen in verschiedenen Medien.

Das Bild HERZ-SEELE und die Stahlskulptur OPFER-SCHÖPFER von Hans BAROSSA spielen mit verschiedenen Metaphern. Die Grundaussage, ergänzt durch kurze Begleittexte zu den Werken, lautet, dass die Brücke für das eigene Leben nur das Tun sein kann, für das jeder als Baumeister selbst verantwortlich ist.

Im abstrakten Werk von Renate DORFMEISTER, WER LIEBT STIRBT NICHT UND WIRD AUCH NICHT WIEDERGEBOREN, geht es um die Utopie des bedürfnislosen Menschen, der ohne zu vergleichen, allein durch die Liebe die Sehnsucht nach einer besseren Welt stillen kann.

W. Otto GEBERZAHN thematisiert in seinen Acrylbildern die Befürchtung, dass Utopien gegenwärtig immer mehr zu Dystopien werden. Orte und Befindlichkeiten schlagen ins Negative um oder werden aufgrund ihrer Struktur oder Komplexität unbeherrschbar. Wir sind „ahnungslose Versuchskaninchen“ oder kommen, obwohl wir scheinbar miteinander verbunden sind, doch nicht miteinander aus.

Heidrun KARLIC gestaltet Porträts als surreale Vexierbilder, bei denen durch Drehen immer wieder eine andere Bedeutung des Gezeichneten wahrgenommen werden kann. Das menschliche Gesicht erfährt durch diese satirische Überspitzung einen Wandel zum

„Transhumanen“.

Die Fantasie-Bilder von Bozena KORMOUT zeigen auf surreale Art und Weise die Gefühle der dargestellten Personen. Durch die Verwendung kräftiger Farben wird der emotionale Ausdruck noch verstärkt. Der Betrachter soll dazu angeregt werden, die Geschichten dahinter für sich selbst zu interpretieren.

SIN CITY von Alfred MELCHERT entstand aus der Skizze eines weiblichen Körpers. Rundherum entwickelte sich eine Stadtlandschaft, die teilweise wieder verschwand. Eine zweite Figur schmiegt sich dazu und wird in die eigentümliche, unwirkliche Atmosphäre hineingezogen. Der stille Dialog zwischen den beiden Körpern lässt Emotionen ahnen, die sich in den nicht vorhandenen Gesichtern spiegeln. Diese Konstellation existiert nur als Utopie - eingefangen und sichtbar gemacht durch Kohlestrich und Farbflächen.

In DER MENSCH IM PRINZIP wird die Kombination von kräftiger Tuschezeichnung mit zarten Aquarelltönen zum Stilmittel der für die Künstlerin Ilona PETÖNE SZENTES typischen einander entgegen gesetzten Gesichter in roten und blauen Farben. Es spiegelt sich Dualität und Einheit, Yin und Yang, Frau und Mann. Viele Fragen werden aufgeworfen, die vielleicht in einer utopistischen Zukunft von utopistischen Menschen beantwortet werden können.

„Wie viel Utopie macht Sinn - um aus der daraus resultierenden Motivation heraus - tatsächlich Veränderung evozieren zu können?“ Diese Frage und noch weitere zu anderen Erfahrungen stellt Bernadette STUMMER sich und anderen Personen vor der Kamera. Das Material, das im Rahmen dieses Befragungsprozesses entsteht (Gesprächsskizzen, Bilder, Video, Performance…), wird Bestandteil der Ausstellung.

Im dreiteiligen Gemälde FAMILIE von Julia WEINTRAGER sind Menschen als Bäume dargestellt. Die Geburt eines Kindes steht kurz bevor. Utopie ist, dass man eine vollkommene Geborgenheit und Sicherheit findet, die vielleicht einmal auch in der Realität entstehen kann.

Die Babelturm-Bilder von WESSI, von denen sie zwei ausgewählte Beispiele zeigt, erzählen vom Wegfahren und (nicht) Ankommen. Sie sind Portraits Reisender, Ikonen der Migration und ihrer Sprachen als Träger der Vorstellungen von Glück. Der Babelturm ist auch Symbol der Utopie, des Nicht-Ortes.

Waltraud ZECHMEISTER weist in ihrem Werkzyklus darauf hin, dass alle Menschen GLEICHGESTELLT sind. Die Fotografiken sind mit Edding und Korrekturlack überarbeitet. Die Texte der Übermalungen richten sich gegen Intoleranz, Rassismus und Unmenschlichkeit. Bildmotive sind beispielsweise das Mahnmal gegen Krieg und Faschismus von Alfred Hrdlicka oder das Haus des Terrors in der Andrassy-Straße in Budapest.

Presseinformation
verein ::kunst-projekte:: zvr 123612155
Kirchstetterngasse 41 1160 Wien

Ursula Pfeiffer
Kuratorin
06801282380
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Ursula Pfeiffer
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