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Moschusochse erdrückt Tierpflegerin in Berlin - Unfall offenbar durch Nachlässigkeit Tödlicher Unfall im Tierpark
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| Tödlicher Unfall im Tierpark ©ddp |
(PR-inside.com 15.05.2007 18:18:35) - Im Berliner Tierpark ist am Dienstag eine 41-jährige
Tierpflegerin von einem Moschusochsen getötet worden. Die Frau sei
von dem Tier zerdrückt worden und an inneren Blutungen gestorben,
sagte Tierpark-Direktor Bernhard Blaszkiewitz . Sie war zum
Zeitpunkt des Unfalls allein mit dem Tier. Ein Kollege hatte die
Pflegerin kurz nach 10.30 Uhr leblos aufgefunden.
Berlin (ddp). Im Berliner Tierpark ist am Dienstag eine 41-jährige Tierpflegerin von einem Moschusochsen getötet worden. Die Frau sei von dem Tier zerdrückt worden und an inneren Blutungen gestorben, sagte Tierpark-Direktor Bernhard Blaszkiewitz . Sie war zum Zeitpunkt des Unfalls allein mit dem Tier. Ein Kollege
hatte die Pflegerin kurz nach 10.30 Uhr leblos aufgefunden.
Der tödliche Unfall sei der erste im Tierpark Friedrichsfelde seit seiner Gründung, sagte Blaszkiewitz. Da der Sicherungsbalken der Gehegetür nicht vorgeschoben war, habe der Bulle zu der Pflegerin in das Vorgehege gelangen können. Im Berliner Zoo war 1963 ein Pfleger von einem Elefanten zerdrückt worden.
Moschusochsen werden etwa 300 bis 400 Kilogramm schwer und rund 1,40 Meter hoch. Der Bulle war vier Jahre alt und den Angaben zufolge nicht ungewöhnlich aggressiv.
Die getötete Frau sein eine erfahrene Tierpflegerin gewesen und habe mit Unterbrechungen seit mehr als 20 Jahren im Tierpark gearbeitet, sagte der Tierpark-Direktor. Ersten Ermittlungen zufolge sei der Unfall auf menschliches Versagen zurückzuführen. Die Polizei habe keinen technischen Defekt an der Sicherungsanlage feststellen können. Daher werde die bisherige Praxis des Umgangs mit den Tieren nicht überdacht. Lediglich bei Elefanten und Giftschlangen arbeiteten die Tierpfleger zu zweit.
Tödliche Unfälle seien sehr selten in zoologischen Anlagen, sagte Hubert Lücker vom Verband der Zoodirektoren. In der Vergangenheit habe sich immer wieder gezeigt, dass die meisten Unglücke auf menschliche Fehler zurückzuführen seien. Die Sicherheitsvorschriften im Umgang mit den Tieren würden jedoch regelmäßig geprüft.
Im September 2006 hatten zwei Eisbären im Bremerhavener Zoo einen Pfleger angegriffen und schwer verletzt. Der Mann wurde beim Reinigen des Geheges von den Tieren angegriffen. Anfang März dieses Jahres wurde ein 22 Jahre alter Dompteur auf einem Elefantenhof im mecklenburgischen Platschow von einem Elefantenbullen angegriffen und schwer verletzt. Der junge Mann schwebte mehrere Tage in Lebensgefahr.
(ddp)
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