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Deutscher Tierschutzaktivist will sich solidarisch der österreichischen Polizei stellen
Tierschützer in Österreich bleiben weiterhin in Haft (PR-inside.com 17.07.2008 14:25:03) - Zehn Tierschützer sind seit zwei Monaten in Österreich wegen angeblicher Bildung einer kriminellen Vereinigung inhaftiert. Der deutsche Delfin- & Walschutzaktivist Andreas Morlok aus Radolfzell will sich am Sonntag, 20. Juli 2008 solidarisch der österreichischen Polizeibehörde zur Verhaftung stellen.
(Radolfzell/jsg) Morlok: Ich werde mich freiwillig stellen und den österreichischen Behörden gegenüber zugeben, dass ich mich ebenfalls international für den Schutz und für die Rechte von Tieren einsetze. Zwar habe ich nichts verbrochen und wüsste auch nicht gegen Gesetze verstoßen zu haben, aber das scheint die Österreicher sowieso nicht zu interessieren. Es ist unfassbar, dass Tierschützer in einem EU-Land für ihr politisches Engagement und Aktivitäten
kriminalisiert werden und unter dem unsinnigen Vorwurf, sie seien Mitglieder in einer kriminellen Vereinigung, schon so lange im Gefängnis sitzen müssen. Diese Willkür werde ich nicht tatenlos hinnehmen'
Der Tierschutzaktivist will mit einer Protestnote im Gepäck von Lindau am Bodensee über die Staatsgrenze zur Polizeistation ins österreichische Bregenz marschieren und sich dort den Behörden stellen. Morlok: Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder man verhaftet mich und sperrt mich auch ohne eine konkrete Anklage in eine Zelle, was ja ebenfalls völlig absurd wäre oder man lässt mich wieder laufen' Der Tierschutzaktivist und Buchautor, der sich schon seit vielen Jahren mit friedlichen und gewaltlosen Aktionen für den Schutz der Delfine und Wale einsetzt, hofft natürlich, dass man ihn wieder gehen lässt, damit er sich weiterhin für die Freilassung der österreichischen Tierschützer engagieren kann. Zudem möchte er seinen langjährigen Tierschutzkampf zur Schließung aller Delfinarien in Deutschland fortsetzen.
Im Mai hatten maskierte Soldaten der österreichischen Anti-Terror-Sondereinheit Wega insgesamt 23 Wohnungen besetzt und die Bewohner festgenommen. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet auf Bildung einer kriminellen Vereinigung. Die Aktivisten sollen Stinkbomben-Attacken auf Pelzgeschäfte unternommen haben und verdeckte Ermittlungen in Tierfabriken durchgeführt haben, um auf angebliche Tierquälereien hinzuweisen. Die zehn inhaftierten Tierschützer in Österreich bleiben nach einer weiteren Verfügung jetzt mindestestens noch weitere zwei Monate wegen drohender Verdunklungsgefahr in Haft.
Die österreichische SPÖ wirft der Staatsanwaltschaft vor, organisiertes Verbrechen mit mafiösen Zusammenschlüssen zu interpretieren. Tierquäler dürften unbestraft ihre Taten begehen, wobei die Protestierer im Gefängnis landen.
Neutrale Rechtsexperten befürchten nach Aussagen der österreichischen Zeitung SZ, dass sogar die bloße Mitgliedschaft in einer engagierten Organisation zum Verbrechen postuliert werden könne. Der jetzige Umgang mit den Tierschützern scheine dies zu bestätigen. Österreichs Justizministerium schweige zu den Vorgängen.--
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Kontakt-Person: Andreas Morlok Delfin- & Walschutzaktivist Telefon: +49/ (0)173 43585 96 E-Mail: e-Mail
Web: www.walschutzaktionen.de
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