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Politik

Lage in Tibet weiterhin sehr ernst

Tibeter werden auch in China drangsaliert - Verbleib von Dolma Kyi unbekannt


Tibeter werden auch in China drangsaliert - Verbleib von Dolma Kyi unbekannt

(PR-inside.com 14.05.2008 00:00:52) - Wie das Tibetan Solidarity Committee / Tibetisches Solidaritätskomitee am 12. Mai
mitteilte, ist die Situation in ganz Tibet nach wie vor sehr ernst.

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Durch die kategorische Weigerung der chinesischen Regierung, internationale Medienvertreter,
ausländische Touristen und offizielle Beobachter in das Land zu lassen und die starken
Beschränkungen des Informationsflusses ist es immer noch sehr schwierig, sich ein
wirkliches Bild von der Lage zu machen.

Einem Bericht zufolge ist zwei Studenten der North-West Nationalities University in
Lanzhou die Fortsetzung ihres Doktorandenstudiums untersagt worden. Die Studenten,
deren Namen mit Kathup Tsering aus Kanlho (chin. Ganan) und
Dolma Tsering aus Ngaba
(chin. Aba) angegeben werden, wurden wegen ihrer angeblichen Teilnahme an der jüngsten
friedlichen Demonstration tibetischer Studenten auf dem Universitätsgelände von ihrem
Doktorandenstudium ausgeschlossen.

Die infolge der Unruhen in Tibet von der chinesischen Regierung in ganz China
angefachten nationalistischen Gefühle fordern ihren Tribut von den Tibetern, die das
chinesische Kernland besuchen. Nach bestätigten Informationen sehen sich Tibeter
aufgrund vieler Fälle von chinesischer Lynchjustiz an tibetischen Mönchen wie auch
Laien, die an ihrer Kleidung zu erkennen waren, gezwungen, sich wie Chinesen zu
kleiden, um nicht Opfer des Mobs zu werden, wenn sie jetzt chinesische Städte und
Gemeinden im Kernland China besuchen.

Während Dabe, eine bekannte Persönlichkeit im Kulturleben der Tibetischen Autonomen
Präfektur Golog, Provinz Qinghai, nach Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 10.000
Renminbi aus dem Gefängnis entlassen wurde, ist seine Kollegin, Dolma Kyi, eine
tibetische Sängerin, dagegen noch immer in Haft*. Dabe war am 31. März festgenommen
worden. Dolma Kyi hat drei Kinder und ihre alte Mutter in ihrem Haushalt. Gemäß der in
China geltenden Strafprozeßordnung müssen die Angehörigen eines Festgenommenen
innerhalb von 37 Tagen über seine offizielle Inhaftierung unterrichtet werden; doch die
Familie von Dolma Kyi wartet immer noch darauf.

Angesichts der kritischen Situation in Tibet appellieren wir an die Vereinten Nationen
und die internationale Gemeinschaft, sich dringend unserer folgenden Forderungen
anzunehmen:

1) unverzüglich unabhängige Untersuchungskommissionen nach Tibet zu entsenden;
2) unverzüglich der freien Presse Zugang zu ganz Tibet zu gewähren;
3) unverzüglich dem brutalen Morden in ganz Tibet ein Ende zu setzen;
4) unverzüglich für die sofortige Freilassung aller festgenommenen und verhafteten
Tibeter zu sorgen;
5) unverzüglich die medizinische Versorgung der verletzten Tibeter zu ermöglichen;
6) die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit der Menschen und ihren Zugang zu lebensnotwendigen Gütern sicherzustellen.

Tibetan Solidarity Committee / Tibetisches Solidaritätskomitee
www.stoptibetcrisis.net,

* Zu Dolma Kyi, auch Jamyang Kyi, siehe:
www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2008/JamyanKyi.html
oder die urgent action von
ai.
www2.amnesty.de/__C1256A380047FD78.nsf/0/E1EEB59F558457AAC125744 ..

Presse-Information:
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), Arbeitsgruppe München, Adelheid Dönges, Packenreiter Straße 18, 81247 München

Kontakt-Person:
Adelheid Dönges

Telefon: (+ 49 89) 811 35 74
E-Mail: e-Mail

Web: www.igfm-muenchen.de/tibet/tibetstart.html


Erklärung: Der Autor versichert, dass die veröffentlichten Inhalte in dieser Pressemitteilung der Wahrheit entsprechen und dem gesetzlichen Urheberrechte unterliegen.



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