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Wirtschaft & Industrie

Beschäftigte der Nordic Yards Werften erhalten ab Januar wieder Tariflöhne

Tarifvertrag für Werften in Wismar und Rostock unterzeichnet



(PR-inside.com 04.12.2009 20:28:46) - Die Beschäftigten der Nordic Yards Werften in Warnemünde und
Wismar werden ab Januar wieder nach Tarif bezahlt. Nach monatelanger
Zitterpartie für die Schiffbauer einigten sich die IG Metall Küste
und Werfteigner Vitaly Yusufov am Freitag darauf, dass die in den
Tarifverträgen der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie
vereinbarten Löhne und Gehälter übernommen werden.

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Hamburg (ddp-nrd). Die Beschäftigten der Nordic Yards Werften in Warnemünde und Wismar werden ab Januar wieder nach Tarif bezahlt. Nach monatelanger Zitterpartie für die Schiffbauer einigten sich die IG Metall Küste und Werfteigner Vitaly Yusufov am Freitag darauf, dass die in den Tarifverträgen der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie vereinbarten Löhne und Gehälter übernommen werden. Darüber hinaus gelten wie vor
der Insolvenz der ehemaligen Wadan-Werften wieder die 38-Stunden-Woche sowie der 30-Tage-Jahresurlaub für die Schiffbauer. Zudem wurden jährliche Sonderzahlungen vereinbart. Nachdem es noch viele offene Baustellen bei Nordic Yards gegeben habe, sei endlich eine Lösung gefunden worden, sagte die Bezirksleiterin der IG Metall Küste, Jutta Blankau, bei der Vertragsunterzeichnung in Hamburg. Der Tarifvertrag allein bringe aber noch keine Arbeit. Jetzt gehe es darum, neue Aufträge zu bekommen. In Wismar und Warnemünde stehe eine hochmotivierte Mannschaft bereit. Auch wenn die Transfergesellschaften zunächst um weitere drei Monate verlängert worden seien, bräuchten die Beschäftigten möglichst schnell eine Perspektive, forderte Blankau. Nordic-Yards-Eigentümer Vitaly Yusufov betonte, trotz sehr schwieriger wirtschaftlicher Lage bedeute der Tarifvertrag eine solide Basis für eine langfristige Planungssicherheit bis Ende 2012. Er kündigte an, ab 1. Januar 2010 dem Arbeitgeberverband Nordmetall beizutreten. Die meisten der ehemals 2500 Wadan-Werftleute in Wismar und Warnemünde waren nach der Insolvenz in Auffanggesellschaften gewechselt, deren Laufzeit inzwischen bis März 2010 verlängert wurde. Über Zeitverträge waren bislang knapp 1000 Mitarbeiter für Nordic Yards beschäftigt, dafür bekamen sie etwa 25 Prozent weniger Lohn und Gehalt, als bei ihrem früheren Arbeitgeber Wadan. In Warnemünde gibt es inzwischen keine Arbeit mehr, in Wismar wird noch an zwei Fähren gearbeitet. (ddp)


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