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Politik
SPD vermisst «sinnvolle Verwendung»
Streit um Studiengebühren in Niedersachsen (PR-inside.com 06.03.2009 20:17:07) - In Niedersachsen ist ein Streit um die Verwendung der
Studiengebühren entbrannt. Die SPD kritisierte am Freitag, dass die
Hochschulen die Gelder nicht für die Verbesserung von Studium und
Lehre ausgäben, sondern auf ihren Konten «horten». Die
Oppositionspartei berief sich auf Zahlen, die die Landesregierung
nach einer Großen Anfrage der SPD offenlegte.
Hannover (ddp-nrd). In Niedersachsen ist ein Streit um die Verwendung der Studiengebühren entbrannt. Die SPD kritisierte am Freitag, dass die Hochschulen die Gelder nicht für die Verbesserung von Studium und Lehre ausgäben, sondern auf ihren Konten «horten». Die Oppositionspartei berief sich auf Zahlen, die die Landesregierung nach einer Großen Anfrage der SPD offenlegte. Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) wies die
Vorwürfe zurück. «Die Hochschulen setzen die Studienbeiträge zweckmäßig und nachhaltig ein», betonte er.
Diese werden laut Wissenschaftsministerium unter anderem und vermehrt für zusätzliches Lehrpersonal eingesetzt, was die «Betreuungsrelationen» zwischen Lehrenden und Studenten spürbar verbessere. Allerdings hielten einige Hochschulen «Teile» der ihnen aus Studienbeiträgen zur Verfügung stehenden Mittel «in Abstimmung mit den Studierenden bewusst zurück», um diese im Rahmen größerer Projekte - insbesondere infrastruktureller Maßnahmen - einzusetzen, ergänzte Stratmann.
Laut SPD nahmen die Hochschulen allein im Studienjahr 2007 (Sommersemester 2007 und Wintersemester 2007/2008) Studiengebühren in Höhe von 92 Millionen Euro ein, gaben davon aber nur 46 Millionen Euro aus. «Die Studierenden werden betrogen», sagte SPD-Hochschulexpertin Gabriele Andretta. Während viele neben dem Studium jobben oder sich verschulden müssten, um die Studiengebühren zahlen zu können, werde ihr Geld auf Unikonten gehortet. «Das ist ein bildungspolitischer Skandal», betonte Andretta.
(ddp)
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