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Kunst

STANDPUNKTE! NEUE WERKE VON TJALA ARTS

Vom 15. September bis 11. Oktober 2017 zeigt die Galerie ARTKELCH in Freiburg die Ausstellung Standpunkte! Neue Werke von Tjala Arts
Ray Ken, 2017 © Tjala Arts
Ray Ken, 2017 © Tjala Arts
PR-Inside.com: 2017-07-18 11:34:46
Vernissage: Freitag, 15. September von 18:00 bis 22:00 Uhr im Rahmen der Nocturne von Kunst in Freiburg mit Einführungsvortrag durch die Kuratorin um 18:30 Uhr

Das Kunstzentrum Tjala Arts wurde zwar erst Anfang dieses Jahrtausends in den Western APY Lands in Südaustralien gegründet, zählt aber mittlerweile zu einem der erfolgreichsten des ganzen Kontinents.


Kein anderes Kunstzentrum vertritt so deutlich den Standpunkt, dass wahre Kunst nur auf angestammtem Land entstehen kann. Kein anderes Kunstzentrum vertritt so deutlich den Standpunkt, dass Art Centres von Anangu (indigene Australier) geführt werden müssen, wenn ihre Kultur stark bleiben soll.Die APY Lands sind Schauplatz einer Kunstbewegung, die Anfang der 2000er Jahre ihren Ursprung nahm und die sich binnen kürzester Zeit zu der indigenen Kunstbewegung Australiens entwickelt hat, die die Contemporary Aboriginal Art in diesem Jahrtausend am stärksten geprägt hat.

So waren es die Kunstzentren der APY Lands, die in den letzten Jahren den alteingesessenen Künstlerkooperativen förmlich den Rang abliefen.

Maßgeblich daran beteiligt ist Tjala Arts in Amata. Das Kunstzentrum ist das größte in den APY Lands und mittlerweile eines der erfolgreichsten in ganz Australien. Amata liegt rund 120 km südlich des Uluru (Ayers Rock) an der Dreistaatengrenze in Südaustralien und ist mit rund 350 Einwohnern die größte Gemeinde in „The Lands“. Wie die meisten größeren indigenen Gemeinden verfügt es über ein Geschäft, das wöchentlich beliefert wird, eine Gesundheitsstation und eine öffentlich Schule. Die meisten Aktivitäten aber gehen von der Kirche und dem Kunstzentrum aus.

Der christliche Glaube mag verwundern. Aber die meisten Anangu haben positive Erinnerungen an die Missionen, und Jesus und andere Heroen aus der Bibel werden eher als Ergänzung, denn als Widerspruch zu den lokalen Schöpferahnen gesehen, die die Menschen und ihr Land verbinden.

Tjala ist in Pitjantjatjara das Wort für Honigameise. Diese ist zum einen eine traditionelle Buschnahrung. Gleichzeitig ist sie die Tjukurpa (Schöpfungsgeschichte) der Gegend um Amata, die bis heute Motiv und Inspiration für viele zeitgenössische Gemälde ist.

Von Anfang an ermutigte die Art Centre Managerin die Künstler dazu, mit Farbe und unterschiedlichen Techniken zu experimentieren. Die Künstler waren nicht mit vorgefertigten Meinungen konfrontiert, wie Aboriginal Art auszusehen hat, so dass sich viele unterschiedliche Stile nebeneinander entwickeln konnten. Hier stehen freie Abstraktion, streng komponierte topographische Arbeiten und figürliche Darstellungen von Pflanzen und Tieren gleichberechtigt nebeneinander. Vogelperspektive wechselt sich mit Frontalansichten ab und das teilweise gar auf einer Leinwand. Das gemeinsame Element, das alle Werke zu vereinen scheint, ist das in der Wüste so lebenswichtige Wasser, denn die kreisrunden Formen für Fels- und Wasserlöcher sind in nahezu jedem Gemälde präsent, wobei das umliegende Land von jedem Künstler anders dargestellt wird.

Dieses Gefühl der Freiheit wohnt bis heute allen Werken von Tjala Arts inne und verleiht den Arbeiten ihre besonders zeitgenössische Note.

Presseinformation
Galerie ARTKELCH
Günterstalstraße 57

79102 Freiburg



0761-7043271
email
www.artkelch.de

Veröffentlicht durch
Robyn Kelch
00497617043271
e-mail
www.artkelch.de



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