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Wirtschaft & Industrie

DIW erwartet um mehr als 25 Prozent höhere Kosten - Energiewirtschaft nennt Prognose «völlig unrealistisch»

Spekulationen über massiven Gaspreis-Anstieg Erste Zusammenfassung


© AP

(PR-inside.com 04.07.2009 18:50:04)

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Berlin (AP) Den Bundesbürger drohen ab Herbst drastisch steigenden Gaspreise. «Die Preise werden um mehr als 25 Prozent steigen», sagte Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) der «Bild»-Zeitung. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hält eine solche Prognose jedoch für «völlig unrealistisch». Trotz des gestiegenen Ölpreises lasse sich das Gaspreisniveau nicht vorhersagen. Die Beschaffungskosten machten zudem nur einen Teil des Endkundenpreises aus. Kemfert
erklärte, wesentlicher Grund für den erwarteten Anstieg sei das deutliche Plus beim Ölpreis der vergangenen Monate. Da der Gaspreis an den Ölpreis gekoppelt sei, werde mit Verzögerung auch Gas wieder teurer. Damit werden die jüngsten Preissenkungen wieder mehr als aufgefressen. Nach Angaben des Verbraucherportals Verivox sind die Gastarife seit Frühjahr bundesweit um durchschnittlich 20 Prozent gesunken. «Den meisten Verbrauchern habe die Preissenkungen daher kaum etwas gebracht», sagte Verivox-Sprecher Thorsten Storck. Schließlich sei der Gasverbrauch im Herbst und Winter erheblich höher als im Frühjahr und Sommer. Der BDEW erklärte dagegen, hunderte Unternehmen hätten die fallenden Einkaufskosten mit Preissenkungen bereits mitten in der Heizperiode an die Kunden weitergegeben. Der Verband verwies auf den deutlich verstärkten Wettbewerb auf dem Gasmarkt. Um in diesem Wettbewerb bestehen zu können, müssten Preissenkungen so schnell wie möglich an die Kunden weitergegeben werden.

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