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Sommernachtstränen – Eine Straße, viele Geschichten

"Sommernachtstränen" von Bärbel Götz
"Sommernachtstränen" von Bärbel Götz
Bärbel Götz legt mit Ihrem neuen Buch einen Nachbarschaftsroman mit schwäbischer Couleur vor

 

PR-Inside.com: 2018-02-25 19:04:15
Kann man alleine glücklich sein? Isabell glaubt daran. Bis sie in die Lessingstraße kommt. Eigentlich ist sie auf der Suche nach ihrem Bruder. Doch sie findet viel mehr. Die alte Dame, die ihre Nachbarn ausspioniert. Den Türkenjungen, der unbedingt auf die Realschule gehen will, trotz seiner Eskapaden im Schülergottesdienst. Und den unwiderstehlichen Valentin, der sich immer mehr in ihre Gedanken und in ihr Leben drängt. Bis ein Mensch getötet wird und erstaunliche Dinge ans Licht kommen, die weit zurückreichen in die Nachkriegszeit, als Millionen von Flüchtlingen aus Osteuropa nach Württemberg kamen, und die mehr mit Isabell zu tun haben, als sie ahnt ...


Alle weiteren Informationen zum Buch gibt es unter www.edition-favorite.de

»Amalie«, wisperte Helga aus dem Dunkel, »siehst du etwas?«

Eigentlich war es ein heiseres Flüstern und klang schwäbisch »Ammale, siesch du ebbes?«

In graue Mäntel gehüllt lugten die zwei alten Damen über die dichte Eibenhecke. Eine stand am Gartentor, die andere am Carport, weil dort die Hecke lichter war. Um nicht aufzufallen, hatten sie schwarze Kopftücher aufgesetzt. Sie sahen aus wie die zerzausten sibirischen Saatkrähen, die im Winter in Scharen auf den Feldern nach vergessenen Körnern pickten. Hinter ihrem Fenster hatten sie gestanden und gewartet, bis der Nachbar weggefahren war. Kurz darauf waren die beiden im Schutz der Dämmerung über die Straße gehuscht. Sie mussten endlich herausbekommen, was dort vor sich ging. Helga, die robustere von ihnen, setzte einen Fuß auf die erste Strebe des Gartentors, als wollte sie darüber klettern.

»Helga«, rief Amalie streng, »lass das! Denk an deine Gelenke!«

Sie zerrte an der Carporttür, die in den Garten führte, bis sie aufging. »Komm her«, flüsterte sie, »hier können wir rein.«

Über den Bewohner der Lessingstraße 8 führte nicht nur Renate Feldmann Buch. Die Schwestern aus dem Haus gegenüber stalkten ihn weitaus mehr. Er war verdächtig und sein Lebenswandel dubios. Ein alleinstehender Mann über vierzig, der sich in einem Haus mit geschlossenen Vorhängen verschanzte und dessen Gartenhecke undurchdringlich war. Den Garten, aus dem Kinderlachen schallen sollte, schmückten sonderbare Figuren. In den Räumen flackerte mitten in der Nacht Licht.

Presseinformation
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Nagoldstraße 5, 71634 Ludwigsburg

Bärbel Götz
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