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Politik
Angleichung der Lebensverhältnisse der Ostdeutschen an Westniveau noch nicht erreicht
Sinn fordert regional gestaffelte «Hartz IV»-Sätze (PR-inside.com 08.11.2009 17:36:02) - Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts Hans-Werner Sinn spricht
sich für regional gestaffelte «Hartz IV»-Sätze aus. «Es kann nicht
sein, dass der ´Hartz IV´-Empfänger in Ostberlin dasselbe kriegt
wie der in Hoyerswerda, obwohl er in Berlin mehr für die
Lebenshaltung bezahlen muss», sagte Sinn der «Financial Times
Deutschland» (Montagsausgabe).
Hamburg (ddp). Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts Hans-Werner Sinn spricht sich für regional gestaffelte «Hartz IV»-Sätze aus. «Es kann nicht sein, dass der ´Hartz IV´-Empfänger in Ostberlin dasselbe kriegt wie der in Hoyerswerda, obwohl er in Berlin mehr für die Lebenshaltung bezahlen muss», sagte Sinn der «Financial Times Deutschland» (Montagsausgabe). Die Regelsätze müssten «regionalisiert und an das Preisniveau vor
Ort angepasst werden».
Langzeitarbeitslose in strukturschwächeren Regionen würden demnach niedrigere Sätze erhalten als Betroffene in teureren Gebieten wie den Ballungsräumen. Sinn plädierte ferner für bessere Hinzuverdienstmöglichkeiten bei «Hartz IV». Dies ermögliche stärkere regionale Lohnunterschiede, die den Standortbedingungen entsprächen.
20 Jahre nach dem Fall der Mauer bemängelte Sinn, dass die Angleichung der Lebensverhältnisse der Ostdeutschen an Westniveau bereits vor 14 Jahren de facto zum Erliegen gekommen sei. Wenn es seit 1995 beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf noch eine geringfügige Angleichung gegeben habe, dann «ausschließlich durch die massive Abwanderung der Ostdeutschen, also die Verringerung der Zahl der Köpfe», sagte Sinn.
(ddp)
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