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WDSF prognostiziert ähnliche Vorfälle in anderen Delfinarien

Selbstmord-Theorie des Ex-Flippertrainers Ric O’Barry bei Walsprung über einen Beckenrand



Selbstmord-Theorie des Ex-Flippertrainers Ric O’Barry bei Walsprung über einen Beckenrand
Wasser bis zum Beckenrand im Loro Park - Teneriffa

(PR-inside.com 14.07.2010 14:46:59) - Im Delfinarium des Okinawa-Churaumi-Aquariums in Japan sprang das Schwertwalweibchen Kuru inmitten einer Delfin-Show im zweiten Anlauf über die Beckenbrüstung. Nach dem ersten Schock der Zuschauer konnten Tierpfleger den Schwertwal kühl und nass halten und mit einem Kran wieder in das Becken bugsieren. Kuru trug Prellungen und Schrammen davon.

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Dem WDSF-Kuratoriumsmitglied Ric O’Barry wurden von einem amerikanischen Touristen Filmaufnahmen über das Unglück übermittelt. O’Barry befasst sich als ehemaliger TV-Flipper-Trainer heute ausschließlich mit dem Schutz der Meeressäuger und realisierte den Oscar-prämierten Film „Die Bucht“. Zu dem Vorfall sagte er: „Sie wollte sich das Leben nehmen. Warum springt ein Mensch aus
einem Hochhaus-Gebäude? Delfine und Wale schwimmen unzählige Meilen am Tag durchs Meer und schwimmen nicht auf engsten Raum im Kreis umher und machen Saltos. Wale und Delfine brauchen ihre Freiheit“.

Das WDSF setzt sich mit Ric O’Barry seit Jahren international für die Schließung der Delfinarien ein. In der Türkei konnte die Organisation katastrophale Zustände bei der Beckenhaltung der Meeressäuger mit Todesfällen dokumentieren und deutsche Reiseveranstalter veranlassen, die Unterhaltungsangebote mit den Delfinarientouren zu stoppen. Auf den Kanarischen Inseln setzen sich die Tierschützer vehement gegen die Delfin- und Walhaltung in den Vergnügungsparks ein. Vor einem halben Jahr war im Loro Park auf Teneriffa sogar ein Trainer von einem Orca in die Tiefe gezogen worden und ertrunken.

„Delfine schwimmen täglich bis zu 100 Kilometer und erreichen Tauchtiefen von rund 300 Meter. Sie springen auch nicht über Hindernisse. Das bekommen sie in den Delfinarien antrainiert. Da ist es kein Wunder, wenn diese freiheitsliebenden Tiere ihr antrainiertes Verhalten benutzen, um in die vermeintliche Freiheit zu gelangen und Beckenumrandungen überspringen“, so WDSF-Sprecher Jürgen Ortmüller. Auch in deutschen Delfinarien wie in Duisburg, Münster und Nürnberg sei ein solcher Vorfall wie in Japan jederzeit möglich und vorprogrammiert, so das WDSF.

Presse-Information:
Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)

Möllerstr. 19
58119 Hagen

Kontakt-Person:
Jürgen Ortmüller
WDSF-Geschäftsführer
Telefon: 01512 4030 952
E-Mail: e-Mail

Web: www.wdsf.eu


Erklärung: Der Autor versichert, dass die veröffentlichten Inhalte in dieser Pressemitteilung der Wahrheit entsprechen und dem gesetzlichen Urheberrechte unterliegen.
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