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Der unauffällige Lebenswandel des Kriminellen machte die Suche nach ihm «extrem mühsam»

Schwerverbrecher Wolf versteckte sich in billigen Hotels



(PR-inside.com 29.05.2009 13:54:05) - Der in Hamburg festgenommene Schwerverbrecher Thomas Wolf hat
trotz seiner Millionenbeute offenbar bescheiden gelebt. Auf seiner
neun Jahre andauernden Flucht habe der 56-jährige bis zu seiner
Ergreifung am Donnerstagabend meist in billigen Hotels genächtigt,
sagte der Leiter der Hamburger Personen- und Zielfahndung, Jörn
Blicke, am Freitag.

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Hamburg (ddp-nrd). Der in Hamburg festgenommene Schwerverbrecher Thomas Wolf hat trotz seiner Millionenbeute offenbar bescheiden gelebt. Auf seiner neun Jahre andauernden Flucht habe der 56-jährige bis zu seiner Ergreifung am Donnerstagabend meist in billigen Hotels genächtigt, sagte der Leiter der Hamburger Personen- und Zielfahndung, Jörn Blicke, am Freitag. Gerade dieser unauffällige Lebenswandel des Kriminellen habe die Suche nach
ihm «extrem mühsam» gemacht. Teilweise sei der Flüchtige während der vergangenen Jahre sogar auch zufällig von Polizisten angesprochen worden, die ihn jedoch damals nicht erkannt hätten. Der Gesuchte habe sich vor der Festnahme am Donnerstagabend etwa seit einer Woche in Hamburg aufgehalten. Den Angaben zufolge führte er bei seiner Ergreifung vor einem Lokal im Stadtteil St. Pauli lediglich eine Plastiktüte mit Kleidungsstücken bei sich und sei zuvor durch die Innenstadt geschlendert. Wolf sei unbewaffnet und bei der Festnahme sichtlich überrascht gewesen. Den entscheidenden Hinweis zum Aufenthaltsort des mutmaßlichen Entführers und Erpressers hatte ein Informant der Polizei vor wenigen Tagen gegeben, hieß es. Die Ermittler machten keine näheren Angaben zu dem Tippgeber, um den Schutz des Informanten zu wahren. Ob es sich bei der Person, die sich mit Wolf in Stadtteil St. Georg getroffen habe, um dessen Lebenspartnerin handelte, ließen die Ermittler offen. Sie bestätigten indes, dass der 56-Jährige in einer Partnerschaft gelebt und in Hamburg eine Bleibe gesucht habe. Wolf wird vorgeworfen, Ende März dieses Jahres die Ehefrau eines leitenden Bankangestellten aus Wiesbaden entführt und 1,8 Millionen Euro Lösegeld erpresst zu haben. Der Gewaltverbrecher flüchtete durch ganz Deutschland. Wolf war im Jahr 2000 von einem Hafturlaub nicht zurückgekehrt. Nachdem er kurz darauf eine Bank in Hamburg überfallen hatte, hatten ihn die Hamburger Ermittler zur Fahndung ausgeschrieben. Danach soll der Mann unter anderem in Belgien und im niederländischen Eindhoven weitere Verbrechen dieser Art begangen und dabei teilweise große Geldsummen erbeutet haben. (ddp)


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