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Empfindlichkeit geht immer auf Schwachstellen an den Zähnen zurück

Schmerzempfindliche Zähne nur sehr vorsichtig putzen


Schmerzempfindliche Zähne nur sehr vorsichtig putzen
Schmerzempfindliche Zähne nur sehr vorsichtig putzen ©ddp

(PR-inside.com 05.11.2009 09:16:03) - Heißer Kaffee oder eine eisgekühlte Frucht - Menschen mit
schmerzempfindlichen Zähnen bringen diese Lebensmittel keinen
Genuss: Ihnen schießt beim Kontakt mit Kaltem oder Heißem der
Schmerz wie ein Blitz in den Kiefer. Doch wer meint, dieses Problem
mit Hilfe einer ganz besonders intensiven Zahnpflege in den Griff zu
bekommen, tut genau das Falsche.

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Stavenhagen (ddp). Heißer Kaffee oder eine eisgekühlte Frucht - Menschen mit schmerzempfindlichen Zähnen bringen diese Lebensmittel keinen Genuss: Ihnen schießt beim Kontakt mit Kaltem oder Heißem der Schmerz wie ein Blitz in den Kiefer. Doch wer meint, dieses Problem mit Hilfe einer ganz besonders intensiven Zahnpflege
in den Griff zu bekommen, tut genau das Falsche: «Ganz wichtig ist es in solchen Fällen, die Zähne mit wenig Druck und nicht horizontal scheuernd zu putzen, sowie möglichst auch Zahncremes zu verwenden, die nur wenig Putzkörper enthalten», empfiehlt Dietmar Oesterreich, Zahnarzt in Stavenhagen und Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. Denn die Schmerzempfindlichkeit geht immer auf Schwachstellen an den Zähnen zurück, die durch heftiges Putzen noch weiter geschädigt werden. In vielen Fällen ist der Übeltäter der Zahnhals, an dem zurückweichendes Zahnfleisch einen Teil der weniger widerstandsfähigen Zahnwurzeloberfläche freigelegt hat, häufig in Folge einer Entzündung des Zahnhalteapparates, einer sogenannten Parodontitis. Doch auch eine Schwächung des Zahnschmelzes an den Kronen kann hinter der unangenehmen Empfindlichkeit stecken. Oesterreich erläutert: «Das passiert vor allem bei Menschen, die sehr viel säurehaltige Lebensmittel zu sich nehmen wie etwa Zitrusfrüchte, Äpfel oder auch saure Getränke.» Die Säuren lösen den Zahnschmelz an und waschen Mineralien heraus, so dass winzige Kanälchen freigelegt werden, die Hitze oder Kälte direkt ins empfindliche Innere des Zahns leiten. Eine ähnliche Wirkung hat nächtliches Knirschen mit den Zähnen: Auch dabei wird der Zahnschmelz beschädigt und verliert seine isolierende Wirkung. «Die erste Maßnahme in solchen Fällen ist, den Zahnschmelz mit Hilfe eines fluorid- oder mineralstoffhaltigen Präparats wieder zu stärken und die Kanälchen zu schließen», erläutert Experte Oesterreich. Danach sei es wichtig, die genaue Ursache des Problems zu identifizieren und zu beseitigen. Gegen das Knirschen hilft beispielsweise eine angepasste Schiene, die das Abschleifen des Zahnschmelzes verhindert, und bei einer durch Säure verursachten Erosion sollte die Ernährung umgestellt werden. Reichen diese Maßnahmen nicht, kann der Zahnarzt im Einzelfall eine Versiegelung oder eine Kunststofffüllung einsetzen, die die betreffende Stelle dann dauerhaft schützt. (ddp)


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