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Religion
Wir sind Kirche zum neuen Oberösterreichischen Weihbischof
ROM SPALTET (PR-inside.com 01.02.2009 14:21:30)
Die Ernennung von Gerhard M. Wagner zum Hilfsbischof der Diözese Linz zeigt, wie wenig vom kürzlich propagierten römischen Wunsch nach Einheit zu halten ist.
Eine der zentralen Aufgaben von Bischöfen ist es als Brückenbauer zwischen unterschiedlichen Positionen zu wirken. Ein Mann, der in vielen Fragen eine extreme Position einnimmt, der die Flutkatastrophen im Stillen Ozean und in New Orleans als Strafe Gottes bezeichnet und Harry
Potter als Gefahr sieht, kann nicht zur Einheit der Gläubigen in der Diözese Linz beitragen. Er wird nicht Brücken bauen können - die Gefahr besteht, dass er bestehende eher abreißen wird. Wagner wird ein Lobbyist für die krasse Minderheit der Traditionalisten sein, nicht mehr.
Die Einstellungen Wagners sind landesweit bekannt. Seine Ernennung zum Hilfsbischof ist daher extrem unsensibel und bestätigt nach der Causa Richard Williams neuerlich entweder schlampige Arbeit im Vatikan oder die extrem rückwärtsgewandte Politik des gegenwärtigen Pontifikats. Das alles ist für die Kirche als Gemeinschaft und für ihren Verkündigungsauftrag schädlich.
Diese Entscheidung macht viele Gläubigen zum Gespött, missachtet ihren intensiven Einsatz für eine menschenfreundliche Kirche und dekretiert sie zu scheinbar rechtlosen, unmündigen Befehlsempfängern kirchlicher Obrigkeit. Dies können und werden sie sich aber nicht gefallen lassen. Für viele Gläubige ist diese Ernennung der buchstäbliche letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringen wird. Wir sind Kirche versteht jene, die nun aus Gewissensgründen diese Kirche verlassen wollen. Sie ladet sie trotzdem ein, nicht auszutreten sondern aufzutreten sondern gemeinsam konkreten Widerstand zu leisten.
Das Band der Einheit zwischen der Kirchenleitung und den Gläubigen ist mit dieser Vorgangsweise jedenfalls wieder ein Stück weiter eingerissen. Als Führer, Helfer, Berater im Glauben haben die meistens Bischöfe ohnehin lang ausgedient. Wie lange die Gläubigen sie als Leiter des Verwaltungsapparates noch zulassen werden, bleibt abzuwarten. Immerhin bezahlen sie für diese Leitung, und es ist ein demokratisches Prinzip, dass die jeweils Betroffenen in die Entscheidungen einbezogen werden. Hier bietet das umstrittene deutsch/österreichische Modell des Kirchenbeitrags noch unausgelotete Chancen der Steuerung.
Wir sind Kirche ruft die Gläubigen auf, die Kirchenleitung rechts liegen zu lassen, klar Position zu beziehen und weiter eigenverantwortlich ihren Glauben zu leben und für die Menschen die gute Nachricht Jesu vernünftig, weltoffen und praxisrelevant anzubieten.
Für diese Spaltungstendenzen trägt ausschließlich die Kirchenleitung die Verantwortung!
Für den Vorstand der Plattform Wir sind Kirche: Dr. Martha Heizer und Hans Peter Hurka
| Presse-Information: Wir sind Kirche
Mosergasse 8/7
1090 Wien
Österreich
Kontakt-Person: Hans Peter Hurka Vorsitzender Telefon: + 43/650/315 42 00 E-Mail: e-Mail
Web: www.wir-sind-kirche.at
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Der Autor versichert, dass die veröffentlichten Inhalte in dieser Pressemitteilung der Wahrheit entsprechen und dem gesetzlichen Urheberrechte unterliegen.
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