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Wirtschaft & Industrie

Industrieverband sieht die Talsohle ber durchschritten

Rohstahlproduktion sinkt auf niedrigstes Niveau seit 1963


Rohstahlproduktion sinkt auf niedrigstes Niveau seit 1963
Rohstahlproduktion sinkt auf niedrigstes Niveau seit 1963 ©ddp

(PR-inside.com 09.11.2009 14:40:07) - Die Rohstahlerzeugung in Deutschland wird nach Einschätzung der
Wirtschaftsvereinigung Stahl in diesem Jahr auf das niedrigste
Niveau seit 1963 sinken. Der Industrieverband rechnet mit einem
Rückgang um rund 30 Prozent auf etwa 32 Millionen Tonnen, wie
Präsident Hans Jürgen Kerkhoff am Montag in Düsseldorf mitteilte.

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Düsseldorf (ddp). Die Rohstahlerzeugung in Deutschland wird nach Einschätzung der Wirtschaftsvereinigung Stahl in diesem Jahr auf das niedrigste Niveau seit 1963 sinken. Der Industrieverband rechnet mit einem Rückgang um rund 30 Prozent auf etwa 32 Millionen Tonnen, wie Präsident Hans Jürgen Kerkhoff am Montag in Düsseldorf
mitteilte. Auch 2010 wird die Produktion demnach nicht über 40 Millionen Tonnen steigen. Die schwierigen Zeiten für die deutsche Stahlindustrie würden frühstens 2011 vorbei sein. Als Grund für den Einbruch nannte Kerkhoff die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise. Mittlerweile sei der Tiefpunkt aber durchschritten. Die Rohstahlproduktion sei im dritten Quartal um mehr als 30 Prozent gegenüber dem zweiten Vierteljahr gestiegen. Die Kapazitätsauslastung habe sich mittlerweile von unter 50 Prozent im April auf knapp 80 Prozent erhöht. Auch die Kurzarbeit der rund 95 000 Beschäftigten sei von 50 Prozent im Mai auf inzwischen 25 Prozent gesenkt worden. Der Aufwärtstrend spiegelt sich den Angaben zufolge auch in den Auftragseingängen. Im dritten Quartal hätten die Bestellungen in etwa auf Vorjahresniveau gelegen. Der bremsende Effekt des Lagerabbaus habe erheblich nachgelassen. Für 2010 blieben jedoch noch Unsicherheiten, so etwa die Weiterentwicklung der Automobilnachfrage nach Auslaufen der Abwrackprämie. Die im vergangenen Jahr zusätzlich geschaffenen 3000 Arbeitsplätze in der Branche würden in der Krise voraussichtlich wieder abgebaut. Er rechnet jedoch nicht mit einer deutlicheren Streichung von Jobs und verwies zur Begründung auf Arbeitsmarktinstrumente wie die Kurzarbeit. (ddp)


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