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Regional und ökologisch: Senfkörner von Rügen für die Senfmühle in Schlemmin

Familie Kostroß setzt auf einen regionalen und ökologischen Anbau ihres Senfs

 

PR-Inside.com: 2017-09-08 16:45:50
Löbnitz/Fischland-Darß-Zingst (08.09.2017): Der Großteil der Senfkörner, die hier in Deutschland zu Senf verarbeitet werden, kommt aus Kanada oder der Ukraine. In Schlemmin wird es nun ab Oktober Senf geben, der zu beinahe 100% aus Mecklenburg-Vorpommern stammt, denn Ende August wurde die erste Senfernte auf Rügen eingeholt.


Ivonne und Michael Kostroß stellen Senf aus ungeschälten und unbehandelten Senfkörnern her. Sie achten darauf, dass die Produkte, die sie verarbeiten, möglichst regional sind oder zumindest ökologisch angebaut und nicht unnötig behandelt werden. In ihrer Senfmühle in Schlemmin kanadische Senfkörner zu verwenden, wie es die großen Firmen tun, kommt daher für die beiden nicht in Frage. Zum einen sind die Wege, die der Senf zurücklegen müsste, viel zu weit und somit nicht ökologisch vertretbar, und zum anderen können sie nicht überprüfen, wie der Senf tatsächlich angebaut wird. Bisher kam der Senf deshalb aus Erfurt, was für Familie Kostroß auf Dauer aber dennoch keine Lösung war: „Wir hatten immer daran zu knacken, dass wir in einem Agrarland leben und es trotzdem niemanden gab, der unser Produkt anbaut. Da mussten wir was machen“, sagt Ivonne Kostroß.

Sie begaben sich also auf die Suche nach einem Bauern, der bereit war, nicht mehr nur in großen Mengen Getreide, Mais, Raps, Zuckerrüben oder Kartoffeln anzubauen, sondern mit kleineren Mengen Senf zu experimentieren. Lange Zeit schien das unmöglich. Erst in diesem Jahr erklärte sich dann ein Bauer auf Rügen, der auf seinem von der Insel e.V. gepachteten Land auch schon Lupinen für die Kaffeerösterei in Barth anbaut, bereit, dem Senf eine Chance zu geben.

Auf 3 Hektar seines Ackers wuchs in diesem Sommer zum ersten Mal nun auch Senf. Ende August stand die Ernte an, bei der 2 Tonnen des weißen Senfs eingefahren wurden. „Der reicht jetzt ungefähr für zwei bis drei Jahre“, erklärt Frau Kostroß. Die ersten Gläser mit den regionalen Senfkörnern werden vermutlich im Oktober fertig und bereit zum Verkauf sein. Im nächsten Jahr sollen dann brauner und schwarzer Senf auf den 3 Hektar angebaut werden, damit tatsächlich alle verarbeiteten Senfkörner aus Mecklenburg-Vorpommern stammen.

Presseinformation
Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst e.V.
Barther Straße 16, 18314 Löbnitz

Luisa Uchtenhagen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit & Onlinekommunikation
038324-64039
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www.fischland-darss-zingst.de


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