(PR-inside.com 22.06.2007 10:48:05) - Deutsche Zollbehörden haben einen bundesweit agierenden, groß angelegten illegalen Handel mit Anabolika gesprengt. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kiel durchsuchten Fahnder am Donnerstag insgesamt zwölf Wohnungen in Niedersachsen, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Bayern, wie das Zollfahndungsamt Hamburg am Freitag mitteilte.
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Kiel/Hamburg (ddp-nrd). Deutsche Zollbehörden haben einen bundesweit agierenden, groß angelegten illegalen Handel mit Anabolika gesprengt. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kiel durchsuchten Fahnder am Donnerstag insgesamt zwölf Wohnungen in Niedersachsen, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Bayern, wie das Zollfahndungsamt Hamburg am Freitag mitteilte. Dabei
seien mehr als 50 Beamte aus dem gesamten Bundesgebiet im Einsatz gewesen.
Hintergrund waren seit knapp einem Jahr laufende Ermittlungen gegen einen 25-jährigen Kieler und einen 30-jährigen Bremer, die illegal mit Medikamenten und Dopingmitteln gehandelt und die Präparate teilweise selbst hergestellt haben sollen. Schon im September 2006 hatten Zollfahnder bei dem 25-Jährigen etwa 1000 Ampullen anabole Steroide gefunden, darunter Muskelaufbaupräparate wie Testosteron und Nandrolon.
Die Menge hätte laut Zoll für 10 000 Anwendungen ausgereicht. Zudem wurden etwa 16 000 Tabletten verschiedener Wirkstoffe wie Clenbuterol, Clomiphene und Oxandrolone, mehr als 1000 Tabletten des Potenzmittels Viagra und 1000 Tabletten des Wirkstoffes Diazepam beschlagnahmt. Die Präparate, die charakteristisch für die Bodybuilding-Szene seien, hätten einen Schwarzmarktwert von etwa 55 000 Euro.
Bei dem 30-jährigen Bremer wurden im Februar dieses Jahres mehr als 100 Ampullen Muskelaufbaupräparate beschlagnahmt und Teile eines illegalen Laborbetriebes sowie Unterlagen sichergestellt. Die Beschaffung sei hauptsächlich im Ausland erfolgt, die Verteilung der Arzneimittel überwiegend per Post.
Bei ihren Ermittlungen stießen die Fahnder auf Abnehmer in der Bodybuildingszene im gesamten Bundesgebiet. Derzeit werde gegen insgesamt 16 Personen wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz ermittelt.
(ddp)
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