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Wirtschaft & Industrie

Zeitung: Deutsche Bank bei Bilanzverschönerung besonders aktiv

" Window Dressing" in Frankfurt



(PR-inside.com 26.05.2010 11:16:06) - Die Deutsche Bank gehört einer Analyse des «Wall Street Journal» zufolge neben den US-Finanzgiganten Bank of America und Citigroup zu den besonders aktiven Instituten bei Bilanzverschönerungen.

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New York (ddp.djn). Die Deutsche Bank gehört einer Analyse des «Wall Street Journal» zufolge neben den US-Finanzgiganten Bank of America und Citigroup zu den besonders aktiven Instituten bei Bilanzverschönerungen. Beim sogenannten Window Dressing, also der optischen Bilanzverbesserung, führten alle drei Banken zum Ende der zurückliegenden zehn Quartale ihre Nettoverbindlichkeiten aus kurzfristigen Repo-Geschäften im Schnitt um 41 Prozent gegenüber dem durchschnittlichen Monatswert zurück. Die Untersuchung, die
auf Daten der US-Notenbank beruht und zunächst für 18 Primärhändler angestellt worden war, lege nahe, dass die Banken größere Risiken in den Büchern haben, als Investoren nach einem Studium der Quartalsbilanzen auf den ersten Blick erkennen können. So werde die sogenannte Repo-Verschuldung zum jeweiligen Quartalsende routinemäßig gesenkt und zu Beginn des neuen Quartals wieder hochgefahren. Auch die gesamte Fremdkapitalaufnahme der Banken stelle sich nach der Analyse zum Quartalsende häufig geringer dar als im gesamten Quartalsschnitt. Mit Repo-Geschäften besorgen sich Banken kurzfristig Geld für große Handelsgeschäfte. Als Sicherheiten setzen sie dabei Wertpapiere ein. In guten Zeiten können fremdfinanzierte Handelsgeschäfte die Gewinne stark erhöhen, in schlechten Zeiten aber die Verluste erheblich verschlimmern. Bilanzspezialist Robert Willens spricht mit Blick auf die Ergebnisse der Analyse von einem «bewussten Bilanz-Management» der Banken. Wenn sich zwischen Durchschnitts- und Endwerten der Quartalsverschuldung eine große Lücke auftue, dann seien die veröffentlichten Stichtagswerte «im besten Fall bedeutungslos und im schlechtesten Fall irreführend und unredlich», lautet sein Urteil. Vertreter von Deutsche Bank, Bank of America und Citigroup betonten demgegenüber, sie täten bei der Bilanzierung nichts Unsauberes. Die Veränderungen reflektierten unter anderem Geschäfte im Auftrag von Kunden. Im Übrigen stellten sie im Rahmen der Bilanzierung umfangreiche Daten zur Verfügung, darunter auch die durchschnittliche Verschuldung. In einer Stellungnahme der Deutschen Bank heißt es, Repos seien lediglich ein Teil des Schuldenmanagements der Bank. ddp


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