PR-inside.com
DeutschEnglish
Mit unserem RSS-Feed sind Sie immer auf dem neusten Stand
rss feed


Mehr Informationen
Medien & Telekommunikation

"Heute"-Chefredakteur kritisiert "Einflussnahme"


© apa
"Heute"-Chefredakteur kritisiert "Einflussnahme"
Wolfgang Ainetter kontert
APA (OTS/Bild)

(PR-inside.com 08.02.2012 12:05:05) - Der mit Ende März ausscheidende Chefredakteur der Gratiszeitung "Heute" übt indirekt heftige Kritik an Herausgeberin Eva Dichand: "Kritischer, unabhängiger Journalismus ist aus meiner Sicht nicht mehr möglich gewesen", sagte Wolfgang Ainetter am Mittwoch auf Anfrage der APA. Er reagierte damit auf Aussagen Dichands im Interview mit der Branchenzeitung "Medianet".

Drucken Ausdrucken
(Wien | APA | 2012-02-08 12:02) Der mit Ende März ausscheidende Chefredakteur der Gratiszeitung "Heute" übt indirekt heftige Kritik an Herausgeberin Eva Dichand: "Kritischer, unabhängiger Journalismus ist aus meiner Sicht nicht mehr möglich gewesen", sagte Wolfgang Ainetter am Mittwoch auf Anfrage der APA. Er reagierte damit auf Aussagen Dichands
im Interview mit der Branchenzeitung "Medianet". Die Herausgeberin hatte den Abgang Ainetters gegenüber "Medianet" damit begründet, dass ihr die Zeitung "zu 'Bild'-ähnlich" geworden sei: "Wir möchten uns qualitativ aber ganz deutlich davon abgrenzen." "Bei den Gesprächen mit der Geschäftsführung ging es nie um die Frage der Qualität, sondern um die Frage der politischen und ökonomischen Einflussnahme auf die Redaktion, und dafür gibt es Zeugen", konterte Ainetter nun. Den endgültigen Bruch mit der "Heute"-Führungsetage gab es seiner Schilderung nach in Folge einer Aufdecker-Geschichte, die die Sozialdemokraten schmerzhaft traf: "Das Fass zum Überlaufen brachte unsere Geschichte über gefälschte und erfundene Leserbriefe, die von der SPÖ-Parteizentrale jahrelang an diverse Zeitungsredaktionen verschickt wurden." Die Zeitung hatte am 22. November eine Story mit dem Titel "Faymanns falsche Facebook-Freunde schreiben auch Leserbriefe" gebracht. Darin wurde geschildert, dass von einer Internet-Adresse der SPÖ massenweise Leserbriefe verschickt wurden, die unter falschem Namen erstellt wurden. Einen Tag später gab Ainetter seinen Rückzug bekannt. Wie er am Mittwoch erklärte, sei die einvernehmliche Trennung vom Unternehmen auf seine Initiative zustande gekommen.

Erklärung: Das Copyright für sämtliche Nachrichten und Bilder, die mit apa gekennzeichnet sind und auf PR-inside.com publiziert werden, obliegt der Nachrichtenagentur Austria Presse Agentur APA eG. Wenn Sie Fragen zu den veröffentlichten Meldungen haben, kontaktieren Sie bitte APA.
Aktuelle Nachrichten
Lesen Sie die aktuellsten Nachrichten
www.newsenvoy.com


AGB | Datenschutz | Impressum | Kontakt