Junge Wirtschaft fordert Maßnahmenkatalog statt Finanzplan
Berlin, 11. November 2009. Die junge Wirtschaft, ein informeller
Zusammenschluss von Wirtschaftsjunioren und Handwerksjunioren ist
sich einig: "Bildung ist unser wichtigstes Kapital. Darin sind wir
uns mit der neuen Bundesregierung einig, aber mehr Geld für Bildung
heißt nicht automatisch, dass sich die Qualität der Bildung
verbessert. Dazu brauchen wir ein echtes Maßnahmenpaket und eine
Reform des Bildungssystems. All das wird ohne eine
Richtlinienkompetenz der Regierung statt der Bildungshoheit der
Länder nicht möglich sein", mahnen die Bundesvorsitzenden der
Wirtschaftsjunioren und der Junioren des Handwerks, Stefan
Kirschsieper und Carsten Röttgers.
"Als Unternehmer sehen wir, dass immer weniger Schüler
ausbildungsreif sind. In Zeiten von demographischem Wandel und
Fachkräftemangel können wir uns weniger denn je leisten, auf diese 20
Prozent der Schüler zu verzichten", sagt Kirschsieper. "Mit den
Schulab-brechern zusammen fehlen dem Arbeitsmarkt knapp 30 Prozent
Auszubildende und mögliche Mitarbeiter", betont Carsten Röttgers.
Die Junge Wirtschaft plädiert für die Einführung eines
Pflichtvorschuljahrs und Ganztagsschulen, um schon vor Schulbeginn
für alle Kinder gleiche Voraussetzungen zu schaffen und während der
Schulzeit für eine umfassende Betreuung zu sorgen. Kirschsieper und
Röttgers sind sich einig: "Auch die 30 Prozent müssen schul- und
ausbildungsreif gemacht werden, damit der Wirtschaft nicht die
Arbeitskräfte ausgehen. Wir Unternehmer sind bereit, mit Schulen
zusammenzuarbeiten und Schülern mit Praktika etc. Unterstützung bei
der Berufsorientierung zu geben. Aber auch Lehrer sollten in die
Unternehmen gehen, sich informieren und Praktika machen, damit sie
die Schüler realitätsnah auf den beruflichen Alltag vorbereiten
können."
Als Würdigung für herausragende Ausbildungsbetriebe und -initiativen
vergibt die Junge Deutsche Wirtschaft am 12. November bereits zum 13.
Mal das Ausbildungs-Ass. Zur Preisverleihung ab 14 Uhr in der
Hauptstadtrepräsentanz der Bertelsmann AG sind Pressevertreter
herzlich eingeladen.
Kontakt: Nina Gosslau Hans Bernd Ditscheid
Pressesprecherin Bundesgeschäftsführer
Wirtschaftsjunioren Bundesverband Junioren des
Deutschland Handwerks
Tel.: 030/20308-1516 Tel.: 030/20619-230
E-Mail: ninagosslau@wjd.de E-Mail:
ditscheid@handwerksjunioren.de
Die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) und die Junioren des
Handwerks sprechen für insgesamt 18.000 junge Unternehmer und
Führungskräfte. Unsere Mitglieder kommen aus allen Bereichen der
Wirtschaft, sind unter 40 Jahren alt und engagieren sich in ihren
Verbänden und in gemeinsamen Projekten ehrenamtlich in den Bereichen
Unternehmertum, Bildung und Ausbildung, Vereinbarkeit von Familie und
Beruf und Existenzgründung.
Mehr Informationen unter www.wjd.de und www.handwerksjunioren.de.
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