(PR-inside.com 06.11.2009 14:26:03) - Im Prozess um die Ermordung einer 20-jährigen Kurdin aus Rees
(Kreis Kleve) haben zwei der drei Angeklagten zum Auftakt des
Verfahrens am Freitag vor dem Landgericht Kleve jegliche
Tatbeteiligung bestritten.
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Rees/Kleve (ddp-nrw). Im Prozess um die Ermordung einer 20-jährigen Kurdin aus Rees (Kreis Kleve) haben zwei der drei Angeklagten zum Auftakt des Verfahrens am Freitag vor dem Landgericht Kleve jegliche Tatbeteiligung bestritten. Der 49-jährige Vater des Opfers und ein 32-jähriger Bekannter der Familie ließen dem Gericht über ihre Anwälte ausrichten, dass sie mit dem Mord Anfang März in einem Waldstück bei Rees nichts zu
tun hätten.
Der ebenfalls angeklagte Bruder des Opfers wollte zum Prozessauftakt keinerlei Angaben zu den Vorwürfen machen. Die Staatsanwaltschaft dagegen geht von einem gemeinschaftlichen Mord aus. Der Bruder und der Vater sollen den Angaben zufolge beschlossen haben, die junge Frau zu töten, um die Ehre der Familie wiederherzustellen. Vor der Tat sollen sie erfahren haben, dass die Frau eine Abtreibung gehabt hatte. Auf Initiative des Vaters hin sollen sein 20-jähriger Sohn und der Bekannte der Familie die 20-Jährige unter einem Vorwand in ein Waldstück gelockt, dort bis zur Bewusstlosigkeit gedrosselt und sie mit Ästen erschlagen haben.
Der Prozess soll am kommenden Dienstag mit den ersten Zeugenaussagen fortgesetzt werden. Insgesamt hat das Landgericht Kleve zehn Verhandlungstage angesetzt. Mit dem Urteil wird frühestens Mitte Dezember gerechnet. Allen drei Angeklagten droht im Falle einer Verurteilung wegen Mordes eine lebenslange Freiheitsstrafe.
(ddp)
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