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Bekommt Flocke ein Geschwisterchen?

Schwangere Eisbärin wird auf Forderung des WDSF videoüberwacht



Eisbären-Baby aufgefressen
20.11.2008 14:55:24 - (Nürnberg/Hagen) Für den Tiergarten Nürnberg bestätigte der stellv. Tiergartendirektor Helmut Mägdefrau heute auf einer Pressekonferenz die mögliche Schwangerschaft der Eisbärin Vera mit einem voraussichtlichen Wurftermin zum 15. Februar 2008. Gleichzeitig wurde mitgeteilt, dass nun erstmalig eine Kameraüberwachung der Bruthöhle stattfindet.

Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) hatte letztjährig nach dem die Eisbärenmutter Vilma ihre beiden Babys aufgefressen hatte und Mutter Vera ihr Baby angeblich vernachlässigt hatte, sodass ein Handaufzucht von Tochter Flocke geboten war, mit dem bekannten Münchener Rechtsanwalt und Strafverteidiger Rolf Bossi gegen die Verantwortlichen im Nürnberger Tiergarten Strafanzeige gestellt. Daraufhin wurde ein Ermittlungsverfahren gegen die Direktoren Dag Encke und Helmut Mägdefrau sowie gegen den politisch verantwortlichen Bürgermeister Horst Förther durch die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth eingeleitet. Der strafrechtliche Vorwurf lautete auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, weil im Vorfeld der Geburt keine Überwachungskameras installiert worden waren, die den Tod der beiden Eisbären-Babys durch rechtzeitiges Eingreifen hätten verhindern können.

Die Einstellung des Strafverfahrens wurde letztendlich erst durch die Generalstaatsanwaltschaft herbeigeführt, weil nicht nachweisbar war, dass eine Kamerainstallation ein rechtzeitiges Eingreifen gewährleistet hätte. Das WDSF begrüßt allerdings in diesem Zusammenhang die Erfüllung seiner ursprünglichen Forderung, dass der Tiergarten nun vorsorglich und rechtzeitig eine Videoanlage in der Eisbären-Bruthöhle installiert hat und hofft, dass sich das Eisbären-Drama des letzten Jahres, was nach Ansicht des WDSF auf jeden Fall vermeidbar gewesen wäre, nicht wiederholt.

Das WDSF setzt sich zum Schutz maritimer Säugetiere ein. Dazu gehören auch Wale, Delfine und Eisbären, die sämtlich in ihrem Bestand gefährdet sind. WDSF-Vorsitzender Jürgen Ortmüller (55): 'Wir fordern die Verunmöglichung der Domestizierung maritimer Säugetiere in den Zoos. Niemals wird in einem Tiergarten eine artgerechte Haltung der bedrohten Arten möglich sein. Die Aufrechterhaltung einer gefährdeten Population durch künstliche oder willentliche Besamung führt definitiv nicht dazu, den Artenschutz zu realisieren, da den Tieren ein extrem unnatürliches Umfeld geboten wird und natürliche Verhaltensweisen völlig verkümmern. Nur zum Spaß der Besucher und für den Profit der Zoos sollten diese Tiere nicht gezüchtet werden - das ist Tierquälerei und entspricht nicht dem Grundgedanken eines weltweiten Natur- und Klimaschutzes.'--



Kontaktinformation:
Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)
Jürgen Ortmüller - Vorsitzender
mobil: 0172 /876 2002

www.wdsf.de


Möllerstr. 19
58119 Hagen


Kontakt-Person:
Jürgen Ortmüller
WDSF-Vorsitzender und Gründer
Telefon: 0172/876 2002
E-mail: e-Mail




Autor:
Jürgen Ortmüller
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Telefon: 0172/876 2002





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