«Wir sehen uns hier in einer Vorreiterrolle»
metronom führt Alkoholverbot in Zügen ein
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| metronom führt Alkoholverbot in Zügen ein ©ddp |
13.11.2009 15:28:02 - Mit einem Alkoholverbot will die Bahngesellschaft metronom aus
Uelzen die Sauberkeit in ihren Zügen verbessern und ein Zeichen
gegen exzessiven Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit setzen.
Uelzen (ddp-nrd). Mit einem Alkoholverbot will die Bahngesellschaft metronom aus Uelzen die Sauberkeit in ihren Zügen verbessern und ein Zeichen gegen exzessiven Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit setzen. «Wir sehen uns hier in einer Vorreiterrolle. Jugendliche und Kinder sollen lernen, dass es nicht normal ist, zu jeder Tageszeit und überall Alkohol zu trinken», sagte die Projektverantwortliche Tatjana Festerling im Interview mit der Nachrichtenagentur ddp. Das Alkoholverbot gilt ab Sonntag in allen 34 Zügen des Privatunternehmens.
Der metronom ist damit die erste Eisenbahngesellschaft die ein solches Verbot durchsetzt. Die Deutsche Bahn denkt derzeit darüber nach, ähnliche Maßnahmen durchzusetzen. «Wir hätten uns gewünscht, dass auch andere mitziehen, aber einer muss ja mal anfangen», so Festerling. Sie hofft, dass das Verbot durch einen «breiten öffentlichen Rückhalt» getragen wird. Eine Umfrage unter Bahnreisenden habe ergeben, dass die meisten ein solches Verbot begrüßten.
Die Entscheidung für das Verbot sei dem Unternehmen deshalb auch nicht schwer gefallen, betont Festerling. Insbesondere an Wochenenden sei es durch Alkoholkonsum zu Belästigungen, Vandalismus und Verunreinigungen und sogar zu Bedrohungen von Fahrgästen und Zugpersonal gekommen. «Das hat in den letzten Jahren stark zugenommen«, sagte die Projektverantwortliche.
Immer wieder hätten sich Pendler über die Zustände beschwert. Fahrgäste nur des Zuges zu verweisen, wenn etwas passiert, sei der Bahngesellschaft schließlich zu wenig gewesen. »Wir wollen das gar nicht erst so weit eskalieren lassen.«
Nachdem bereits in den vergangenen Wochen in den Zügen des metronom über das Alkoholverbot informiert wurde, sollen ab Sonntag Fahrgäste, die Alkohol konsumieren, zunächst von dem Zugpersonal freundlich darauf angesprochen werden. Bei Uneinsichtigkeit wird zunächst noch eine sogenannte Gelbe Karte verteilt. Ab 1. Dezember drohen dann aber 40 Euro Bußgeld bezeihungsweise ein Verweis aus dem Zug.
(ddp)
Autor: Hossam Abdel-Kader e-mail Web: http://www.pr-inside.com/ Telefon: +43 1 9582319
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