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Die Sprachbrückenbauerin

Eine Österreicherin erhielt erstmals den Raymond-Aron-Preis für französisch-deutsche Übersetzungen



Dr. Susanne Buchner-Sabathy erhielt in Paris den Raymond-Aron-Preis - im Bild rechts, neben Dr. Erika Mursa, Beauftragte der DVA-Stiftung, und Dr. Harald Braun, Gesandter an der Deutschen Botschaft in Paris.
11.11.2009 12:07:00 - Die DVA-Stiftung, eine Stiftung der Robert Bosch Stiftung, vergibt seit 1986 einen Preis für sozialwissenschaftliche Übersetzungsprojekte. In diesem Jahr ging die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung an die Wienerin Susanne Buchner-Sabathy für die Übersetzung eines Buches zur europäischen Theatergeschichte.

Die DVA-Stiftung, www.dva-stiftung.de, sieht in der oft unbeachteten Vermittlungsleistung des Übersetzens ein wichtiges Instrument interkultureller Verständigung. Seit 1986 zeichnet sie alle zwei Jahre thematisch bedeutsame und formal gelungene Übersetzungsprojekte mit einem Preis aus, der seit 2005 nach dem französischen Philosophen und Soziologen Raymond Aron benannt ist.

Susanne Buchner-Sabathy erhielt nun als erste Österreicherin diese renommierte Auszeichnung. Das ist eine wunderbare Anerkennung,

freut sich die Sprachwissenschaftlerin und Übersetzerin, die vor allem für Sachbuchverlage und Kulturveranstalter Texte aus dem Französischen, Spanischen und Englischen übersetzt. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde am 28. Oktober 2009 im Palais Beauharnais in Paris feierlich verliehen.

Vom Nutzen einer europäischen Perspektive

Das Buch, das Susanne Buchner-Sabathy zur Übersetzung ausgewählt hat, ist eine soziologische Studie, die die Entwicklung des Theaters im 19. Jahrhundert in Paris, Berlin, Wien und London vergleicht: Thtres en capitales, von Christophe Charle, erschienen 2008 im Verlag Albin Michel. In seinen Arbeiten untersucht der Autor die europäischen Kulturen in vergleichender Perspektive. Der hervorragende Kenner europäischer Kulturgeschichte ist überzeugt, dass sich zentrale Entwicklungen unserer modernen Gesellschaft nur dann verstehen lassen, wenn nationale Sichtweisen überwunden werden. Daher ist es für mich auch so wichtig, dass meine Bücher übersetzt und von Menschen in unterschiedlichen nationalen Kontexten gelesen und diskutiert werden können betont Charle.

Susanne Buchner-Sabathy überzeugte die Jury davon, dass ihre Übersetzung dieses Werks das Verständnis wichtiger sozialer und kultureller Entwicklungen im europäischen Raum entscheidend fördern kann. Im 19. Jahrhundert war das Theater in allen europäischen Hauptstädten das zentrale Medium kollektiver Unterhaltung – ähnlich wie TV und Internet heute, sagt Buchner-Sabathy, und deshalb ist dieses Buch so nützlich, wenn wir unsere moderne, globalisierte Mediengesellschaft besser verstehen wollen"

Auf Sprachgrenzen balancieren

Susanne Buchner-Sabathy studierte an der Universität Graz Sprachwissenschaft und Romanistik. Gleichzeitig absolvierte sie eine Übersetzerausbildung. Sie unterrichtete an der Universität Poznan/Polen, arbeitete an einem Wörterbuch-Projekt der Österreichischen Akademie der Wissenschaften mit und war als Informationsmanagerin tätig. Als ihr Leben durch ihre Erblindung erschüttert wurde, schöpfte sie neue Kraft aus einem alten Traum und wandte sich ganz dem Übersetzen zu. Buchner-Sabathy sagt: Einen Text in all seinen Facetten zu erfassen und ihn in einer anderen Sprache, mit anderen sprachlichen Mitteln, in einem anderen kulturellen Kontext wiederzugeben, ist eine hochkomplexe Aufgabe. Es ist ein Balanceakt, der Können und Erfahrung erfordert, und dessen Gelingen mich immer wieder glücklich macht"



Kontaktinformation:
Dr. Susanne Buchner-Sabathy
Übersetzungen für Kunst und Kultur


Wichtelgasse 7, 1160 Wien, Österreich

Kontakt-Person:
Dr. Susanne Buchner-Sabathy
Übersetzerin
Telefon: 0043 1 481 83 85
E-mail: e-Mail

Web: http://www.sabathy.at/



Autor:
Alexandra Kropf
e-mail
Web: http://www.kropf-kommunikation.at
Telefon:





Erklärung: Der Autor versichert, dass die veröffentlichten Inhalte in dieser Pressemitteilung der Wahrheit entsprechen und dem gesetzlichen Urheberrechte unterliegen.