Ein Wechsel von Bundesinnenminister Schäuble nach Brüssel wird immer wahrscheinlicher
«Spiegel»: Merkel plant personell schon für die Zeit nach der Wahl
04.07.2009 11:07:01 - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach
«Spiegel»-Informationen erste Personalentscheidungen für die Zeit
nach der Bundestagswahl getroffen. Demnach soll die Amtszeit des
Vorsitzenden der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, Bernhard Vogel,
nicht verlängert werden, als Nachfolgerin sei
Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) Favoritin, berichtete
das Nachrichtenmagazin am Samstag vorab.
Hamburg (ddp). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach «Spiegel»-Informationen erste Personalentscheidungen für die Zeit nach der Bundestagswahl getroffen. Demnach soll die Amtszeit des Vorsitzenden der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, Bernhard Vogel, nicht verlängert werden, als Nachfolgerin sei Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) Favoritin, berichtete das Nachrichtenmagazin am Samstag vorab. Schavan habe intern bereits die Bereitschaft erkennen lassen, den Stiftungsvorsitz zu übernehmen.
Damit werde ein Wechsel von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) nach Brüssel wahrscheinlicher. Schäuble sei ebenfalls als Chef der Adenauer-Stiftung im Gespräch gewesen, wolle aber lieber EU-Kommissar werden. Als Nachfolger des Innenministers stünde Kanzleramtschef Thomas de Maizière (CDU) bereit. In der Unions-Führung werde Fraktionsgeschäftsführer Norbert Röttgen (CUD) als Kandidat für den Job im Kanzleramt gehandelt. Als sicher gelte, dass CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla Arbeitsminister werde, falls die Union dieses Ressort besetzen könne. Für das Umweltministerium werde die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner als Favoritin gehandelt.
Wie das Nachrichtenmagazin «Focus» berichtet, ist bei Union und FDP für den Fall einer gemeinsamen Regierungsbildung die Schaffung eines eigenen Energieministeriums im Gespräch. Die FDP-Energieexpertin Gudrun Kopp sagte, sie habe «sehr viel Sympathie» für diesen Plan. «Ein eigenes Energieministerium wäre möglich und muss diskutiert werden», sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Laurenz Meyer. Er und der Energie-Fachmann der Fraktion, Joachim Pfeiffer (CDU), könnten sich aber auch vorstellen, die über verschiedene Ressorts verteilten Energiezuständigkeiten im Wirtschaftsministerium zu bündeln.
(ddp)
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