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Kapitän schreibt E-Mail - «Wir können nicht mehr» - Seit Freitag offenbar wieder Verhandlungen

Lage auf «Hansa Stavanger» laut «Spiegel» dramatisch



04.07.2009 10:49:01 -

Hamburg (AP) Drei Monate nach der Entführung des deutschen Frachters «Hansa Stavanger» vor Somalia wird die Lage an Bord laut «Spiegel»-Informationen immer dramatischer. Das Nachrichtenmagazin zitierte am Samstag aus einer E-Mail des aus Deutschland stammenden Kapitäns: «Wir haben kein Wasser, kein Essen, keine Medikamente.» Die Mannschaft sei emotional und physisch am Ende.
Das Containerschiff der Hamburger Reederei Leonhardt & Blumberg mit insgesamt 24 Seeleuten an Bord war am 4. April von Piraten vor der somalischen Küste aufgebracht worden. Neben dem Kapitän kommen noch vier leitende Offiziere aus Deutschland.
Dem Magazin zufolge gestalten sich die Lösegeldverhandlungen schwierig, weil die Piraten immer wieder neue Forderungen stellen. Zuletzt sei der Kontakt zwischen den Tätern und der Reederei drei Wochen komplett unterbrochen gewesen. Seit vergangenem Freitag werde aber wieder verhandelt.
Nach Angaben des Schiffsführers raubten die Piraten sämtliche Habseligkeiten der Mannschaft. Viele Besatzungsmitglieder seien krank, berichtete der Kapitän laut «Spiegel». Nach seinen Angaben verklebten die Piraten einmal den Seeleuten die Augen und schossen dann knapp über deren Köpfe hinweg. «Wir können nicht mehr», schrieb der Kapitän.



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