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Pressemitteilung des Ethikverbandes der Deutschen Wirtschaft e.V. zur Diskussion über die hohen Managerbezüge bei VW.


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(PR-inside.com 21.02.2013 19:10:44)

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Ethikverband der Deutschen Wirtschaft e.V. /
Pressemitteilung des Ethikverbandes der Deutschen Wirtschaft e.V. zur Diskussion 
über die hohen Managerbezüge bei VW. 
. Verarbeitet und übermittelt durch Thomson Reuters ONE.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. 

Managerbezüge haben andere Ursachen als Löhne für ,normale' Arbeitnehmer
Managerbezüge setzen sich aus drei Faktoren zusammen:
 1. Strategische Ausrichtung. Diese wird vom Top-Management festgelegt.
 2. Festlegung des Produktportfolios. Mit welchen
Produkten soll der Markt bedient werden. 3. Festlegung der Märkte. Welche Märkte sollen bearbeitet werden. Sind diese drei wesentlichen Entscheidungenrichtig gefällt worden kann die Nachfolgeorganisation sehr erfolgreich sein; sind diese drei Entscheidungen falsch gefällt, kann die Nachfolgeorganisation trotz aller Anstrengungen nicht erfolgreich sein. Solche Entscheidungen können durchaus mehr als 300 Mal so viel wert sein, wie die Arbeit oder Entscheidung nachgeordneter Organisationsmitglieder. Angemessenheit bestimmt die Lohnhöhe Löhne unterhalb der Geschäftsleitung oder des Vorstandes  werden bestimmt durch die in einer Arbeit oder Dienstleistung innewohnende Verwertbarkeit und Verkäuflichkeit. Ist eine Arbeit oder ein Produkt nicht verkäuflich, ist der Wert der Arbeit oder des Produktes ökonomisch gleich Null. Daran ändert auch die einer Arbeit innewohnende Leistung nichts. Der ethisch korrekte Begriff für Lohnhöhe ist somit Angemessenheit. Diese entsteht durch zwei Faktoren: zunächst durch den Marktwert einer Arbeit. Dieser wird durch die Menge der Anbieter und die Menge der Nachfrage nach dieser Arbeit bestimmt. Der zweite Faktor ist der Nutzen, oder um es mit heutiger Terminologie zu sagen: der Wertschöpfungsbeitrag.  Erwirtschaftet also ein Mitarbeiter sehr großen Nutzen für ein Unternehmen, und der Gewinn geht an ihm vorbei, dann ist es richtig, dagegen zu opponieren, denn die Entlohnung ist unangemessen. Die Höhe eines Lohns muss hinterfragt werden dürfen. Wir sind historisch etwas blauäugig Karl Marx auf den Leim gegangen, der die Überzeugung vertrat, Leistung müsse die Ursache für Entlohnung sein. Wäre das Leistungsprinzip tatsächlich Grundlage der Entlohnung, dann bekämen die meisten Menschen viel zu geringe Löhne und gleichzeitig viele Menschen zu hohe Löhne. So wäre vor dem Hintergrund der Leistung nahezu jeder Vorstandsbezug zu hoch. Da jedoch nicht die Leistung, sondern die Verkäuflichkeit den Wert eines Produktes oder einer Dienstleitung bestimmt, sollten wir auch die wahren Ursachen der Entlohnung prüfen, um eine angemessene Entlohnung sicher stellen zu können. So ist es richtig und redlich, bei geringen und hohen Gehältern gleichermaßen die Angemessenheit zu hinterfragen. Hone Managerbezüge sind nicht automatisch unangemessen und Geringverdiener erhalten nicht automatisch unangemessene Löhne. Sind die Bezüge eines Spitzenmanagers jedoch unangemessen hoch, dann folgt daraus, dass die Entlohnung von Geringverdienern ebenfalls unangemessen ist, ja sein muss, denn durch die unangemessen hohen Bezüge steht dem Unternehmen weniger Geld zur Verfügung, um es angemessen an den Rest der Belegschaft verteilen zu können. Ein Unternehmen muss also die Angemessenheit von Bezügen nachweisen können. Arbeitnehmervertreter müssen bei ihren Lohnforderungen die Unangemessenheit von Bezügen ebenfalls nachweisen. Das wäre redlich und in der Sache richtig. Erst dadurch lässt sich, falls erforderlich, eine Schieflage korrigieren. Der Ruf nach Gerechtigkeit oder Obergrenzen ist dabei völlig ungeeignet. Ulf D. Posé (Präsident) Ethikverband der Deutschen Wirtschaft e.V. Klosterstr. 19 - 21 41189 Mönchengladbach Tel.: 02166/57841 Fax: 02166/56848 mobil: 01718549321 e-mail: info@ethikverband.de www.ethikverband.de This announcement is distributed by Thomson Reuters on behalf of Thomson Reuters clients. The owner of this announcement warrants that: (i) the releases contained herein are protected by copyright and other applicable laws; and (ii) they are solely responsible for the content, accuracy and originality of the information contained therein. Source: Ethikverband der Deutschen Wirtschaft e.V. via Thomson Reuters ONE [HUG#1680259]

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