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Polizei in Kham schießt auf Demonstranten: Mehrere Tibeter erschossen, zahlreiche verwundet
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| Sicherheitskräfte in Ngaba (Bildquelle: TPI) |
(PR-inside.com 24.01.2012 12:27:36) - Das Sicherheitspersonal in Drango, Osttibet, schoß heute, am 23. Januar, zur Feier des chinesischen Neujahrs in eine Menge unbewaffneter Tibeter.
Augenzeugen zufolge wurde ein Tibeter, Norpa Yonten, erschossen und bis 30 weitere von Kugeln getroffen, als chinesische Sicherheitskräfte heute um die Mittagszeit in Drango (chin. Luhuo), TAP Kardze, Provinz Sichuan, das Feuer auf eine groÃe Menge unbewaffneter tibetischer Demonstranten eröffneten. Anderen Quellen zufolge seien sechs Personen in dem wilden Kugelhagel
ums Leben gekommen und Dutzende weitere verletzt worden.
Es heiÃt, immer noch strömten Tibeter, zumeist Bauern und Nomaden, in groÃer Zahl von den umliegenden Bezirken Serthar und Tawu nach Drango, um sich der Demonstration anzuschlieÃen. Der Hof des Klosters von Drango sei voller Menschen.
Free Tibet kennt die Namen von sieben der Verletzten, Laien sowie Mönchen. Die Verwundeten werden aus Angst vor Festnahme und Verschwindenlassen nicht in die staatlichen Krankenhäuser eingeliefert. Unter ihnen ist auch der Arzt des Klosters Dr. Tenzin Dargyal, den eine Kugel in die Brust traf, aber niemand kann ihn behandeln. Drei Mönche des Klosters seien schwer verwundet worden.
Einer anderen Quelle zufolge brach die Demonstration als Reaktion auf die Festnahme einer Reihe von Tibetern heute früh aus. Es waren nämlich Flugblätter in der Gegend erschienen, auf denen âTibet braucht Freiheitâ stand, und daà sich noch mehr Tibeter selbst verbrennen würden. Es heiÃt auch, daà viele Tibeter in der Gegend das chinesische Neujahr, das heute am 23. Januar stattfand, wegen der Lage im Land nicht feiern wollten. Vielleicht gaben auch chinesische Neujahrfeierlichkeiten den AnstoÃ, daà die Tibeter zusammenliefen und nach Freiheit riefen.
Der Ablauf der Ereignisse ist unklar, doch wir hörten, daà mehrere Tausend Tibeter an einer StraÃenkreuzung in Drango zusammenströmten und dann etwa eine Meile in Richtung der Verwaltungsgebäude marschierten. Es war vor diesen, wo dann die Polizei in die Menge schoÃ.
Die Direktorin von Free Tibet ruft die internationale Gemeinschaft dazu auf, nach den heutigen Ereignisse ernsthafte Schritte zu ergreifen: âDie internationale Gemeinschaft muà die Eröffnung des Feuers auf unbewaffnete Zivilisten unmiÃverständlich verurteilen und China aufrufen, sich zurückzuhalten und jene, die die Schüsse abgaben, zur Verantwortung zu ziehen. Die Lage in Drango eskaliert und man hörte, daà im Laufe der Verbreitung der Nachricht über die Festnahmen und die SchieÃerei immer mehr Tibeter aus den Nachbarortschaften und Dörfern herbeieilen
âDas Tibetische Parlament-im-Exil ist tief bekümmert über diese Ereignisse und entsetzt, daà die chinesischen Behörden auf solch rigorose Gewaltakte und Repressionen zurückgreifen. Wir sind fassungslos über das Schweigen der internationalen Gemeinschaft angesichts solch grober Menschenrechtsverletzungen in Tibet.
Wir rufen China auf, das Recht des tibetischen Volkes auf freie MeinungsäuÃerung zu respektieren und sich der legitimen Beschwerden der Tibeter anzunehmen. Wohl wissend, daà die internationale Gemeinschaft darauf bedacht ist, gute Beziehungen zu China zu pflegen, fragen wir uns dennoch: Wie kann sie angesichts des groÃen Leids des tibetischen Volkes so stumm bleiben? Wir appellieren an alle, angesichts dieser Situation China klarzumachen, daà es sich um eine dauerhafte Lösung für Tibet bemühen mu
Quelle: Phayul, www.phayul.com, Free Tibet, www.freetibet.org
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