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Wirtschaft & Industrie

«Wenn man Opel in eine gedeihliche Zukunft führen will, muss man neue Modelle in die Märkte bringen»

Opel-Aufsichtsrat Schild: Sanierungskosten doppelt so hoch


Opel-Aufsichtsrat Schild: Sanierungskosten doppelt so hoch
Opel-Aufsichtsrat Schild: Sanierungskosten doppelt so hoch ©ddp

(PR-inside.com 14.11.2009 11:37:04) - Der IG-Metall-Bezirkschef Armin Schild rechnet für Opel mit
doppelt so hohen Sanierungskosten wie der US-Mutterkonzern General
Motors (GM). «Ich gehe davon aus, dass eine Restrukturierung, die
auch eine Vorwärtsstrategie eröffnet, über sechs Milliarden,
wahrscheinlich eher sieben Milliarden Euro kostet», sagte Schild der
«Wirtschaftswoche» laut einem Vorabbericht.

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Düsseldorf (ddp). Der IG-Metall-Bezirkschef Armin Schild rechnet für Opel mit doppelt so hohen Sanierungskosten wie der US-Mutterkonzern General Motors (GM). «Ich gehe davon aus, dass eine Restrukturierung, die auch eine Vorwärtsstrategie eröffnet, über sechs Milliarden, wahrscheinlich eher sieben Milliarden Euro kostet», sagte Schild der «Wirtschaftswoche»
laut einem Vorabbericht. Schild ist IG-Metall-Chef von Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland und sitzt außerdem im Opel-Aufsichtsrat. GM hatte den Sanierungsbedarf jüngst auf 3,3 Milliarden Euro beziffert. «Die Restrukturierungskosten steigen zudem mit jedem Monat, in dem der Umbau nicht angepackt werden kann», erläuterte Schild weiter. «Wenn man Opel in eine gedeihliche Zukunft führen will, muss man neue Modelle in die etablierten Märkte bringen und neue Märkte wie Russland erobern», fügte er hinzu. Dafür brauche Opel «mindestens einen neuen Kleinwagen unterhalb des Corsa und einen kleinen Geländewagen. Auch ein Preiswertauto ´Manufactured in Eisenach´ wäre spannend, vorwiegend für Schwellenländer, aber auch für die Märkte in Westeuropa». Schild hat allerdings Zweifel, dass GM über die notwendigen Finanzmittel und kompetenten Manager für eine Sanierung verfügt. «Zunächst braucht es ein Konzept und dann die personellen und finanziellen Ressourcen, um es umzusetzen. Ich frage mich allerdings, woher das nötige Geld kommen soll. GM steht nach der Insolvenz nur scheinbar gut da. Jedenfalls: Wer ein eigenständiges Unternehmen Opel haben will, muss auch eigenständige, kompetente Manager haben. Die sehe ich derzeit bei GM nicht.» (ddp)


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