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Medien & Telekommunikation
News meldete jahrelang zu hohe Verkaufszahlen © apa
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| Bogocz kann die Fehler nicht nachvollzeiehn APA |
(PR-inside.com 10.02.2012 14:18:06) - Der News-Verlag hat offenbar über Jahre hinweg deutlich zu hohe Verkaufszahlen ausgewiesen. Wie der Geschäftsführer der Verlagsgruppe, Axel Bogocz, im Interview mit dem "Standard" einräumte, lagen die bei der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK) gemeldeten Zahlen bei allen zehn ausgewiesenen Titeln zwischen zwei und 30 Prozent über den tatsächlich verkauften Exemplaren.
(Wien | APA | 2012-02-10 14:15) Der News-Verlag hat offenbar über Jahre hinweg deutlich zu hohe Verkaufszahlen ausgewiesen. Wie der Geschäftsführer der Verlagsgruppe, Axel Bogocz, im Interview mit dem "Standard" einräumte, lagen die bei der Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK) gemeldeten Zahlen bei allen zehn ausgewiesenen Titeln zwischen zwei und 30
Prozent über den tatsächlich verkauften Exemplaren.
"Meist je kleiner die Auflage, desto mehr Differenz", so Bogocz. Im Schnitt war die Auflage um elf Prozent niedriger als behauptet. Wie es dazu kommen konnte, ist für Bogocz nicht nachvollziehbar, auch die Motivation sei für ihn nicht erkennbar. "Ich habe keine Anhaltspunkte über die Befehlskette, wer da in welcher Form agiert hat", so der News-Geschäftsführer. Es werde aber sicher Konsequenzen geben. Mit der Auflagenkontrolle habe er vereinbart, die Zahlen rückwirkend bis zum zweiten Halbjahr 2010 zu korrigieren, damit man bei der nächsten Veröffentlichung der Auflagenzahlen verlässliche Vergleichszahlen habe.
Wie ÖAK-Präsidentin Sibylle Callagy auf APA-Anfrage sagte, habe das Präsidium umgehend eine außerordentliche Sonderprüfung der korrigierten Werte in die Wege geleitet. Außerdem soll die Causa in der nächsten Woche bei einer außerordentlichen Vorstandssitzung beraten und Konsequenzen diskutiert werden. Obwohl die ÖAK vergleichsweise strengen Prüfregeln unterliege, "kann es dennoch passieren, dass uns jemand austrickst", so Callagy. Der News-Verlag habe der Auflagenkontrolle laut Callagy bestätigt, dass es "mit dem aktuellen Regelsystem unmöglich war, diese Manipulation zu entdecken", sagte sie der APA. Die nächsten ÖAK-Zahlen werden in zwei Wochen am 24. Februar veröffentlicht.
"Nachholbedarf" ortet Bogocz im "Standard"-Interview im Digitalgeschäft der Verlagsgruppe. Es habe bisher zu wenig Schnittpunkte zwischen Printredaktion und Online gegeben. Vor allem bei den Themen Frauen, Autos und Wirtschaft, die er digital forcieren will, plant Bogocz, künftig Projektmanager als Schnittstellen in die Printredaktionen einzusetzen. Auch will Bogocz auf Transaktionsgeschäfte setzen: "Wenn sich 'Woman' mit Beauty und Style beschäftigt, liegt es nahe, digitale Schnittstellen zu schaffen zu Leuten, die Mode, Beauty verkaufen."
Für das einstige Flaggschiff der Verlagsgruppe, das Wochenmagazin "News", wünscht sich Bogocz "wieder größere Relevanz". Das Ziel lautet: "Darüber spricht Österreich." Den neuen Heften aus dem Red Bulletin Verlag wie etwa "Servus in Stadt und Land" attestiert Bogocz "herausragende Qualität" - als Journalist sage er: "Hochachtung" - "wirtschaftlich aber ist das Harakiri".
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