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NASA bangt um ihr Marsprogramm © apa
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| Mars in weite Ferne gerückt APA (epa/NASA) |
(PR-inside.com 12.02.2012 09:51:09) - Es ist zwar noch nicht offiziell, aber Wissenschafter bei der NASA sind schon jetzt am Boden zerstört. Die US-Regierung muss sparen, um das gigantische Haushaltsdefizit zu verringern. Wenn also Präsident Obama an diesem Montag seinen Etatplan für 2013 vorlegt, wird auch die US-Raumfahrtbehörde nicht ungeschoren davonkommen. Damit sind die großen Marsprogramme in Gefahr.
(Washington | APA (dpa) | 2012-02-12 09:49) Es ist zwar noch nicht offiziell, aber Wissenschafter bei der NASA sind schon jetzt am Boden zerstört. Die US-Regierung muss sparen, um das gigantische Haushaltsdefizit zu verringern. Wenn also Präsident Obama an diesem Montag seinen Etatplan für 2013 vorlegt, wird auch die
US-Raumfahrtbehörde nicht ungeschoren davonkommen. Damit sind die großen Marsprogramme in Gefahr.
Nach Medienberichten gehen viele Wissenschafter bereits fest davon aus, dass die NASA aus zwei gemeinsamen Missionen mit der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA zum Roten Planeten 2016 und 2018 aussteigen muss. Anscheinend rechnet sich die russische Konkurrenz auch schon aus, in die Bresche springen zu können. Just am vergangenen Donnerstag teilte Roskosmos-Chef Wladimir Popowkin mit, dass bereits Verhandlungen mit der ESA über einen Einstieg in das zweistufige "ExoMars"-Projekt liefen.
Er habe keinen Zweifel mehr daran, dass die NASA nicht mehr mitmachen könne, zitiert das Raumfahrtportal Space.com den Experten John Logsdon von der George Washington University. Seit zwei schweren Rückschlägen bei Missionen 1999 ist die Marsforschung so etwas wie ein Vorzeigekind für die NASA geworden.
Den Berichten zufolge richtet sich die NASA zwar insgesamt darauf ein, dass der Etat für das am 1. Oktober beginnende Fiskaljahr 2013 nur leicht geringer ausfallen wird als der derzeitige Haushalt von 17,8 Milliarden Dollar (13,4 Milliarden Euro) nach 18,5 Milliarden Dollar 2011. Aber was sie bedrückt, ist die Gewichtung der Ausgaben: Obama plant anscheinend eine Kürzung der Aufwendungen für Planeten-Forschungsprojekte von derzeit 1,5 Milliarden auf 1,2 Milliarden Dollar - ein Schnitt von 20 Prozent. Weitere Kürzungen seien bis 2017 geplant, meldet etwa die "Washington Post".
Das heißt im Klartext: Die NASA wird nach dem Ende der Spaceshuttle-Ära ihre Bemühungen vorantreiben, Menschen möglichst bald wieder in den näheren Weltraum zu schicken. Tatsächlich hat die Behörde erst vor wenigen Tagen bekanntgegeben, dass sie zwei Privatfirmen bei der Entwicklung kommerzieller Raumfahrzeuge in den kommenden zwei Jahren mit bis zu 500 Millionen Dollar unter die Arme greifen will.
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