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Wirtschaft & Industrie

Mutaree-Studie zeigt: nur 23 Prozent aller Change-Projekte sind erfolgreich

Change-Fitness-Studie 2018 fordert mehr Professionalität
Claudia Schmidt, Geschäftführerin der Mutaree GmbH
Claudia Schmidt, Geschäftführerin der Mutaree GmbH
PR-Inside.com: 2018-10-19 13:38:14
Die Erfolgsquote durchgeführter Veränderungen in Deutschland liegt lediglich bei 23 Prozent, so ein Ergebnis der aktuellen Chan-ge-Fitness-Studie 2018 der Mutaree GmbH. Damit hat sich das Ergebnis zwar gegenüber der vorangegangenen Studie um drei Prozentpunkte verbessert, jedoch weist es erneut auf ein enormes Defizit hin: Über dreiviertel der Verän-derungsinitiativen sind nicht erfolgreich. „Wollen Unternehmen das eigene Überleben sichern, so müssen sie in immer kürzeren Abständen Veränderungen initiieren und erfolgreich umsetzen. Die Studie zeigt, dass Unternehmen hier in großem Maße fehlinvestieren und Ressourcen verschwenden. Sie müssen im Umgang mit Change deutlich besser werden und brauchen dazu ein höheres Maß an Professionalität“, erklärt Claudia Schmidt, Geschäftsführerin der Mutaree GmbH in Wiesbaden.


Im Rahmen der Change-Fitness-Studie wurden 368 Teilnehmer aus Top- und Mittel-Management sowie Mitarbeiter aus Unternehmen aller Branchen und Größen zum Status quo ihrer Veränderungsfähigkeit und -bereitschaft befragt. Die Studie wird alle zwei Jahre von der Mutaree GmbH initiiert und unter der wissenschaftlichen Leitung von Frau Prof. Sackmann vom Institut für Entwicklung zukunftsfähiger Organisationen der Universität der Bundeswehr München sowie in Kooperation mit dem Fachverband Change Management im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) durchgeführt.


Nur vier Prozent der Befragten halten ihr Unternehmen für change-fit


Fast alle Branchen müssen ihre Geschäftsmodelle in Frage stellen. Die Verände-rungszyklen verkürzen sich und die Intensität der Veränderung nimmt stetig zu. Auf die Frage wie „change-fit“ die Teilnehmer ihr Unternehmen auf einer Skala von eins (gar nicht) bis zehn (außerordentlich) einschätzen, bewerten jedoch lediglich vier Prozent der Befragten die Change-Fitness ihres Unternehmens mit neun oder zehn Punkten. 33 Prozent schätzen ihr Unternehmen mit fünf oder sechs Punkten als entwicklungsfähig ein. Der ernüchternde Durchschnittswert liegt bei 5,3 Punkten. 52 Prozent sehen die Ursache für die geringe Change-Fitness in der Vielzahl parallellaufender Change-Projekte. 17 Prozent begründen dies mit der geringen Change-Fitness des Managements.


Zudem fehlt es offensichtlich an den notwendigen Voraussetzungen, um ein Veränderungsvorhaben erfolgreich zu beenden. 55 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass es keine geeigneten Führungsprozesse gibt, um sie zu mana-gen, 49 Prozent sind der Meinung, dass die Strukturen und Prozessen nicht dafür ausgerichtet sind und 57 Prozent stellen fest, dass es keine geeigneten System dafür gibt. Es fehlt an harten Faktoren aber auch am Know-how. Immerhin be-stätigen 62 Prozent der Befragten, dass ein adäquat ausgebildetes Change-Management-Team fehle, um den Change zum Erfolg zu führen. „In erster Linie sind es die Menschen, die Veränderungserfolge gestalten und weniger Struktu-ren, Prozesse oder Systeme. Genauso wie gut trainierte Läufer einen Marathon schaffen können, erreichen trainierte bzw. qualifizierte Menschen Verände-rungsziele. Die Change-Fitness der Menschen ist ein Schlüssel zum Erfolg und hierauf sollten Organisationen ein deutlich stärkeres Augenmerk legen“, rät Schmidt.


Gezielte Investitionen in Change-Projekte bringen Erfolg


Für eine erfolgreiche Umsetzung der Veränderungsprojekte sollten mindestens 28 Prozent des Projektbudgets gezielt in Change-Management-Aktivitäten wie z. B. Qualifizierung, Kommunikation oder Investitionen in Verhaltensänderungen) investiert werden, so die Auffassung der Teilnehmer. Lediglich 53 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sie über ein entsprechendes Change-Know-how verfügen. Auch wird zu wenig in die Anerkennung veränderungsfördernden Verhaltens investiert, obwohl sich damit die Akzeptanz steigern ließe und eine multiplikative motivationsfördernde Wirkung erzielt werden könnte.


Was machen erfolgreiche Veränderer (High-Changer) anders?


High-Changer haben eine sehr starke Fokussierung auf wenige strategisch rele-vante und wachstumsbedingte Veränderungsprojekte, kommunizieren offen und klar auch über Risiken, setzen externe Experten ein, investieren viel in das Commitment der Führungskräfte und setzen in der Kommunikation auf Dialog. Erfolgreiche Organisationen haben eine konstruktive Fehlerkultur und Lernpro-zesse haben in der von Wandel und Anpassung geprägten Zeit eine zentrale Be-deutung. 61 Prozent der erfolgreichen Changer kommunizieren offen über die Konsequenzen bei Nicht-Erreichen der Ziele, hingegen tun dies gerade mal 22 Prozent der anderen Unternehmen.


Führungskräfte im Fokus


Führungskräfte sind die Schlüsselpersonen im Change. Sie müssen zunehmend viele Veränderungsprojekte steuern und haben enormen Einfluss auf deren Verlauf. Die Teilnehmer der Studie wurden gefragt, ob die Führungskräfte in einem anstehenden Veränderungsprozess mit den potenziellen Problemen ver-traut sind. Die Unternehmensleitung stimmt dem mit 80 Prozent zu, die Mitar-beiter mit 78 Prozent. Jedoch sagen lediglich 67 Prozent der Führungskräfte, dass sie mit den Problemen der anstehenden Veränderung vertraut wären. „Moder-ne Organisationen brauchen Top -Manager und Führungskräfte, die dafür sor-gen, dass das Tagesgeschäft ihres Unternehmens effizient funktioniert und sie müssen Experimente zulassen, in denen innovative Ideen und damit die Grund-lagen für die Zukunft entwickelt und ausprobiert werden. Zudem brauchen Or-ganisationen Manager und Mitarbeiter mit ausgeprägtem Change-Know-how. Hierfür bedarf es eines neuen Führungsverständnisses und neuen Skills: Führung auf Augenhöhe, Förderung der Mitarbeiter, Freiraum zum Agieren auf der Basis von Selbstorganisation, bereichsübergreifende Vernetzung und eine respektvol-le Feedback- und Reflexionskultur werden wichtige Faktoren im Führungspro-zess der Zukunft“, sagt Prof. Sonja Sackmann, Vorstand im Institut für Entwick-lung zukunftsfähiger Unternehmen.


Sofern Sie Fragen und/oder Interesse an dem Ergebnisbericht der Change-Fitness-Studie 2018/2019 haben, wenden Sie sich bitte an info@mutaree.com.

Presseinformation
Mutaree GmbH
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Simone Nielsen
Unternehmenskommunikation
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Veröffentlicht durch
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