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Wirtschaft & Industrie
Moody's hat Sparpaket Österreichs berücksichtigt © apa
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| Andere AAA-Länder haben Finanzen besser im Griff APA (epa) |
(PR-inside.com 15.02.2012 12:52:13) - Im Gegensatz zur Darstellung der heimischen Regierung hat die Ratingagentur Moody's bei ihrer Absenkung des Ausblicks für die Bonität der Republik Österreich das Sparpaket sehr wohl bereits berücksichtigt. "Obwohl die endgültigen Zahlen nicht bis Freitag veröffentlicht wurden, waren die wichtigsten Punkte wie die Gesamtsumme des Pakets bereits bekannt", meinte Moody's-Chefanalystin Mühlbronner.
(Wien | APA | 2012-02-15 12:50) Im Gegensatz zur Darstellung der heimischen Regierung hat die Ratingagentur Moody's bei ihrer Absenkung des Ausblicks für die Bonität der Republik Österreich das Sparpaket sehr wohl bereits berücksichtigt. "Obwohl die endgültigen Zahlen nicht bis Freitag veröffentlicht wurden, waren die wichtigsten Punkte wie die
Gesamtsumme des Pakets bereits bekannt", meinte Moody's-Chefanalystin Mühlbronner.
Kanzler Faymann, Vizekanzler Spindelegger und Finanzministerin Fekter gaben am Dienstag zu verstehen, dass Moody's bei seinem Rating das Sparpaket noch nicht zur Gänze bewertet habe. "Moody's hat die Zahlen nicht kennen können, das Gesamtvolumen des Paketes ist bis zum Schluss nicht bekannt gewesen", hatte Fekter betont: "Unser Engagement, die Schulden zurückzudrängen, wurde noch nicht im vollen Umfang bewertet."
Moody's sah sich trotz des schon berücksichtigten Sparpakets gezwungen, den Ausblick für Österreich zu senken, unter anderem, weil "Länder wie Finnland, Deutschland und Schweden die Finanzen deutlich besser unter Kontrolle gebracht haben", so Mühlbronner in "Standard" und "Presse". Zudem verwies sie auf den im Vergleich zu anderen Triple-A-Staaten schwächeren Bankensektor Österreichs, Stichwort Osteuropa-Exposure.
Vom Moody's-Rundumschlag am Montagabend waren neun EU-Länder betroffen. Sechs Staaten wurden herabgestuft, für die Triple-A-Länder Österreich, Frankreich und Großbritannien wurde der Ausblick von "stabil" auf "negativ" gesenkt - also mit der Wahrscheinlichkeit einer baldigen Herabstufung in Höhe von zumindest einem Drittel.
Noch im Dezember hatte Moody's Österreich das "AAA" mit stabilem Ausblick bescheinigt. Anders als ihre Konkurrenten bewertet Moody's Staaten alle drei Monate neu. Die aktuelle Einschätzung sei deshalb keineswegs ein "Nachziehen" im Zusammenhang mit den im Jänner erfolgten Herabstufungen von Standard & Poor's (S&P), heißt es in der "Presse". Das nächste Urteil werde Moody's spätestens im Mai fällen.
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