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IT, Software & Technologie

Mobil drauf statt Hürdenlauf - mobivention gibt Einblick in die Entwicklung barrierefreier Apps

Von Audiodeskription über Brailleschrift bis Rollstuhl-Rampe – in unserer öffentlichen Infrastruktur und in der Medienwelt ist das Thema Barrierefreiheit inzwischen fest verankert. Viele Maßnahmen und Installationen sind aus dem Alltag von Menschen mit einer Seh-/Hörbehinderung oder einer motorischen Einschränkung nicht wegzudenken. Doch wie steht es mit dem Bereich App-Entwicklung? Vollständige PM hier: http://bit.ly/2i0yViv

 

PR-Inside.com: 2017-08-15 12:46:23
Ein wichtiger Schritt in Richtung Standardisierung der Barrierefreiheit bei Apps erfolgte Ende 2016 mit Inkrafttreten der EU-Richtlinie über den barrierefreien Zugang zu Websites und Apps öffentlicher Stellen, beispielweise Verwaltungen, Krankenhäuser oder Universitäten. „Für uns ist Barrierefreiheit ein selbstverständliches Kriterium bei der Ausschreibung und Umsetzung unserer Apps, sowie aller anderen Services“, sagt Petra Winkelmann, Projektleiterin von REHADAT, dem zentralen Informationsangebot zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Diese Entwicklung ist ganz im Sinne des integrativen Konzepts „Universelles Design“ (europäisch: „Design für alle“), bei dem es darum geht, digitale Angebote für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen. Und dies weitestgehend ohne Zusatztechnik oder Anpassung und kompatibel mit sämtlicher Unterstützungstechnologie. Es geht dabei also nicht um Apps, die speziell für Nutzer mit Einschränkungen entwickelt werden, sondern um nicht weniger als alle verfügbaren Apps – sowohl im beruflichen als auch im privaten Kontext. Die Prinzipien des „Universellen Designs“ reichen von der einfachen, intuitiven Benutzung über einen niedrigen körperlichen Aufwand bis hin zu einer gewissen Fehlertoleranz bei unbeabsichtigten Aktionen. Wie aber sieht die App-Barrierefreiheit konkret aus und was muss bei der App-Entwicklung beachtet werden? Dr. Hubert Weid, mobivention-Geschäftsführer und aka Dr. App, beantwortet einige grundsätzliche Fragen zu dem Thema.


Wie entwickelt man barrierefreie Apps?

Dr. App: Je mehr sich das Leben vieler Menschen auch im Internet und auf dem Smartphone abspielt, desto mehr müssen sich App-Entwickler mit Herausforderungen beschäftigen, die vielleicht nicht sofort zu erkennen sind. Im App-Bereich bezieht sich Barrierefreiheit nämlich nicht nur auf die Überwindung physikalischer Hindernisse. Hier gilt es auch abstraktere Aspekte zu berücksichtigen, schließlich geht es um die uneingeschränkte Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von digitalen Inhalten und Diensten.

Die Barrierefreiheit bei Apps beginnt mit simplen Dingen wie dem Vorlesen von integrierten Texten oder dem klaren Beschreiben und Erklären von Bildinhalten. Es erfordert aber beispielsweise auch die Einbindung von plattformspezifischen Hilfsmitteln wie UIAccessibility im Bereich iOS. UIAccessibility bietet Werkzeuge, mit denen beeinträchtigte Nutzer alle Funktionen einer App dank einer speziell für sie aufbereiteten Benutzeroberfläche eigenständig nutzen können. So erleichtert eine komplexere Gestensteuerung in Kombination mit dem Hinterlegen von diversen, leicht auslesbaren Metadaten beispielweise die App-Nutzung für Menschen mit einer Sehbehinderung. Bei der Umsetzung von barrierefreien Apps gilt außerdem zu beachten: Elemente sollten stets so einfach wie möglich strukturiert sein! Die präziseste Voice-Over-Funktion hilft nichts, wenn die Elemente innerhalb einer App unstrukturiert und überladen sind.

Ist es nicht schwierig, sich in die Anforderungen eingeschränkter Nutzer hineinzuversetzen?

Dr. App: Bei der Entwicklung barrierefreier Apps müssen sich die Entwickler optimalerweise in die Rolle der Nutzer mit Handicap einfühlen und aus ihrer Perspektive heraus handeln. Es empfiehlt sich deshalb, von Beginn an eingeschränkte Nutzer an der Entwicklung der Software teilhaben und die App im Vorfeld testen zu lassen. Nur so können deren Bedürfnisse umfassend berücksichtigt werden. Das fängt zum Beispiel schon bei der Farbwahl an, damit auch Menschen mit Farberkennungsschwäche Hervorhebungen sehen können. Auch die Größe von Icons und Schriften ist ein wesentlicher Faktor bei der Gestaltung, ebenso die Strichstärke. Außerdem sollte auf eine einfache und intuitive Benutzung, angemessene Kontraste sowie sensorisch wahrnehmbare Informationen geachtet werden. Auch sollten die Apps Rechts- und Linkshändigkeit unterstützen. Wenn man einmal anfängt, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, fallen einem auf einmal ganz viele relevante Punkte ein.

Lassen sich bereits bestehende Apps in Richtung Barrierefreiheit umrüsten?

Dr. App: Grundsätzlich ja, aber der Aufwand ist in der Regel sehr groß. Einfacher und effizienter ist es da zumeist, ein Produkt von Anfang an barrierefrei zu konzeptionieren und umzusetzen.

Sind barrierefreie Apps abhängig vom Betriebssystem?

Dr. App: Bei der Entwicklung barrierefreier Apps unterscheiden sich die technischen Möglichkeiten von Betriebssystem zu Betriebssystem. Während Android beispielsweise auf eine kontextsensitive Steuerung setzt, die über Gesten erreicht werden kann, setzt iOS auf eine Grundstruktur aus Flags und Überschriften, um so schnellstmöglich den gewünschten Punkt innerhalb eines Screens zu erreichen. Die Erfahrung zeigt, dass Android Talkback bei weitem nicht so ausgereift erscheint wie das iOS-Pendant mit Voice Over. Trotzdem lassen sich mit diesen Features Apps barrierefrei bedienen und unterstützen Nutzer, die auf diese Hilfe angewiesen sind.

Werden bald alle Apps barrierefrei sein?

Dr. App: Angesichts der regen theoretischen Diskussion und der zunehmenden gesellschaftlichen Bedeutung bekommt das Thema Rückenwind. Auch kann man sagen, dass öffentliche Einrichtungen dabei eine Vorreiterrolle übernehmen. Unternehmen zögern oft noch, all ihre Unternehmens-Apps barrierefrei umzusetzen beziehungsweise entsprechend umzurüsten, und scheuen den damit verbundenen Mehraufwand. Diesen sollten Unternehmen jedoch als Chance und Herausforderung begreifen und nicht als Hindernis. Gerade daraus entsteht ein wichtiges und durchaus emotionales Argument FÜR barrierefreie Unternehmens-Apps. Denn: Damit kann sich eine Marke oder ein Unternehmen klar positionieren und ermöglicht es einem großen Teil unserer Gesellschaft, gleichberechtigt teil zu haben. Gerade mit Blick auf eine älter werdende Gesellschaft und den ungebrochenen Trend zur Digitalisierung aller Lebensbereiche ist eine Investition in Barrierefreiheit über kurz oder lang unverzichtbar, um im Wettbewerb zu bestehen.

Wie findet man heraus, ob und wie barrierefrei eine App ist?

Dr. App: Wer seine eigenen Apps auf ihre Barrierefreiheit hin testen möchte, kann dies im ersten Schritt beispielsweise im Fall von Android Apps per Accessibility Scanner tun. Der nächste Schritt sollte dann zum professionellen Entwickler führen, der alle Ansprüche an barrierefreie Apps kennt und die beste Strategie identifizieren kann, um in Sachen mobile Anwendungen alle mit ins Boot zu holen.

Lesen Sie die vollständige PM hier: bit.ly/2i0yViv

Über mobivention

mobivention ist ein Full-Service Dienstleister für die Entwicklung, Konzeption, User Interface Design und Vermarktung von Apps für Smartphones und Tablets. Zu den unterstützten Produkten gehören native Apps, Hybrid Apps und responsive Webseiten. Das 2003 gegründete Unternehmen gilt als Qualitätsführer im Markt. Das Unternehmen verfügt mit seinen 30 Mitarbeitern über einen langjährigen Erfahrungsschatz bezüglich der Herstellung von Apps und der Realisierung von Kundenprojekten. Dieses einzigartige Know-how ist Basis für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit namhaften und renommierten Kunden aus den Branchen Industrie, Handel und Dienstleistung. www.mobivention.com

Presseinformation
Dr. Ladendorf Public Relations GmbH
Färberstraße 71


D-60594 Frankfurt

Dr. Natascha Eisenberg
Senior PR Beraterin
069 42 60 27 81
email
www.mobivention.com

Veröffentlicht durch
Ingrid Hartmann-Ladendorf
069 42 60 27 80
e-mail
www.ladendorf-pr.de/



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