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Gesundheit & Medizin

Laborzwischenfall durch mit H5N1 verseuchten Grippeimpfstoff

13 Mitarbeiter eines tschechischen Labors eine Woche lang unbemerkt H5N1-Viren ausgesetzt - Rätselhafte Verbindung zu ähnlichem Fall in Österreich.



(PR-inside.com 22.02.2009 15:57:23) - Eine Lieferung von mit hoch pathogenen H5N1 Viren kontamierten Grippeimpfstoffs von Österreich nach Tschechien sorgt für Gefährdung von 13 Labormitarbeitern. Zeitgleich werden 18 Mitarbeiter eines österreichischen Pharmalabors im Wiener Otto-Wagner-Spital gegen "Vogelgrippe" behandelt.

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Meldungen tschechischer Medien zufolge kam es in einem Labor der 70 km östlich der Hauptstadt Prag gelegenen Biotest Ltd. in Konarovice zu einem schwerwiegendem Zwischenfall durch mit hoch pathogenen H5N1 Viren kontaminiertem Impfstoff.

Nach dem Wissenschaftforum Aviäre Influenza (WAI) vorliegenden Informationen ereignete sich der Vorfall bereits am 06. Februar diesen Jahres. Der experimentelle Impfstoff war am 30.01.2009 von der Avir Green Hills Biotechnology GmbH im
Auftrag des Wiener Pharma Herstellers Baxter an das Labor der Biotest Ltd. in Tschechien geliefert worden, wo dieser im Tierversuch an Frettchen getestet werden sollte.

Als im Rahmen der Tierversuche die Frettchen begannen Krankheitssymptome zu zeigen und einige der Tiere starben, wurde der aus Österreich gelieferte Impfstoff untersucht und eine Kontamination mit dem auch für Menschen gefährlichen Vogelgrippe-Erreger H5N1 festgestellt. 13 Labormitarbeitern der Biotest Ltd., welche über einen Zeitraum von annähernd einer Woche im Rahmen ihrer Arbeit Kontakt zu dem hoch pathogenen Erreger hatten, wurden präventiv antivirale Medikamente verabreicht. Zu einer Infektion des Laborpersonals kam es offenbar glücklicherweise nicht.

Bislang ungeklärt sind auch die Zusammenhänge des Laborzwischenfalls in Tschechien zu einer Meldung des Presse- und Informationsdienstes der Stadt Wien vom 11.02. in welchem es heißt, dass im Wiener Otto-Wagner-Spital, Zitat: 18 MitarbeiterInnen eines externen Unternehmens ambulant behandelt [wurden], da vorerst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sie im Rahmen ihrer Arbeit mit einem Vogelgrippe-Erreger in Kontakt gekommen seien'

Nach Auffassung des WAI ergibt sich indes möglicherweise ein Kausalzusammenhang mit einer zeitgleich in Wien stattfindenden Phase I Studie eines H5N1-Lebendimpfstoffs des österreichischem Pharmaherstellers Baxter, im Rahmen derer ein als Nasenspray konzipierter Vogelgrippeimpfstoff an Menschen getestet wird. Ob sich die Kontamination der Impfstoffe tatsächlich auf die an Menschen durchgeführte Phase I Studie in Wien ausgewirkte ist ungeklärt, würde aber plausibel zu erklären vermögen, warum am 11.02. - fünf Tage nach einem Laborzwischenfall durch kontaminierten Impfstoff in Tschechien - im österreichischem Wien 18 Menschen im Otto-Wagner-Spital präventiv gegen H5N1 behandelt werden müssen.

Obwohl der Laborzwischenfall mittlerweile als Biological Hazard vom EDIS 'Emergency and Desaster Service) unter der Kennung BH-20090217-20552-CZE gelistet ist, sah sich Baxter bislang zu keiner öffentlichen Stellungnahme genötigt.

Das Wissenschaftsforum Aviäre Influenza fordert daher mit Nachdruck eine vollständige und detaillierte Offenlegung der Umstände, welche zur Kontamination eines Impfstoffs mit hoch pathogenen Erregern geführt haben.

Bereits im Jahre 2004 kam es zu einer Kontamination von Impfstoffen. Der Pharmahersteller Chiron (heute Teil der Schweizer Novartis AG) hatte damals 46 Millionen Dosen des Grippeimpfstoffs Fluvirin auf Grund bakterieller Verseuchung vernichten müssen.


V.d.i.S.d.P.: Werner Hupperich
WAI - Wissenschaftsforum Aviäre Influenza
www.wai.netzwerk-phoenix.net
Kontaktinformation:
WAI - Wissenschaftsforum Aviäre Influenza

Gottliebstraße 57
47166 Duisburg

Kontakt-Person:
Werner Hupperich
Mitglied des Vorstands
Telefon: 0203 317 48 17
E-Mail: e-Mail

Web: www.wai.netzwerk-phoenix.net




Erklärung: Der Autor versichert, dass die veröffentlichten Inhalte in dieser Pressemitteilung der Wahrheit entsprechen und dem gesetzlichen Urheberrechte unterliegen.
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