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Derzeit aber kein «aktuelles Thema» Minister hält Abriss ganzer Plattenviertel mittelfristig für denkbar
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| Minister hält Abriss ganzer Plattenviertel mittelfristig für denkbar ©ddp |
(PR-inside.com 02.01.2007 07:16:42) - Thüringens Bauminister Trautvetter (CDU) hält den Abriss ganzer Plattenbauviertel derzeit nicht für ein aktuelles Thema. «Aber man wird sich damit befassen müssen», sagte Trautvetter in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp in
Erfurt. Es genüge auf Dauer nicht, punktuell Gebäude abzureißen, wenn die technische Infrastruktur der Wohngebiete unverändert weiter unterhalten werden muss.
Erfurt (ddp-lth). Thüringens Bauminister Andreas Trautvetter (CDU) hält den Abriss ganzer Plattenbauviertel in Thüringen derzeit nicht für ein aktuelles Thema. «Aber man wird sich damit befassen müssen», sagte Trautvetter in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp in Erfurt. Es genüge auf Dauer nicht, punktuell Gebäude abzureißen,
wenn die technische Infrastruktur der Wohngebiete unverändert weiter unterhalten werden muss. «Dann müssten Straßen sowie Wasser- und Energieleitungen von immer weniger Anwohnern bezahlt werden», sagte der Ressortchef.
Die demografische Entwicklung kann nach Einschätzung Trautvetters nicht ohne Folgen für den Stadtumbau bleiben. Die leer stehenden, meist unsanierten Wohnungen entsprächen in ihrem Zuschnitt nicht mehr dem Bedarf. «Die Bevölkerung nimmt Jahr für Jahr ab, während die Zahl der Haushalte steigt», sagte Trautvetter. «Stadtumbau darf aber kein reines Abrissprogramm sein», fügte er hinzu. «Die Innenstädte müssen aufgewertet und attraktiver gemacht werden. Auch muss Familien mit Kindern das Wohnen in den Innenstädten ermöglicht werden», sagte der Minister.
Stadtumbau müsse so gestaltet werden, dass «die Städte von außen nach innen schrumpfen», betonte Trautvetter. Man müsse wegkommen von der Ausweisung von Bauland auf der Grünen Wiese und stattdessen vorhandene Brachflächen in den Innenstädten nutzen. Das erfordere teilweise die Neuordnung ganzer Quartiere. Zur Finanzierung des Stadtumbaus sagte Trautvetter, man habe «eigentlich alle Programme, die wir dafür brauchen. Die Frage ist, ob die Kommunen und die Bauherren flexibel genug sind, sie intelligent miteinander zu verknüpfen.» Der Minister forderte allerdings die Kommunen auf, langfristig tragfähige Entwicklungskonzepte für ihre Gemeinden und Städte zu entwickeln. Das Land werde die Förderung des Stadtumbaus daran binden, dass die Konzepte «für die nächsten zehn bis 15 Jahre tragen».
(ddp) © ddp
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