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Verbraucherzentralen prüfen Kontaktbörsen - Bei Auswahl auf Zielgruppe achten Von Jannis Frech

15 Millionen suchen Partner im Internet


© AP

(PR-inside.com 01.05.2009 11:40:02)

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Hamburg (AP) Ein Drittel der Singles in Deutschland sucht laut einer Emnid-Studie einen Partner. Immer bedeutender für die Suche wird das Internet. Rund 15 Millionen Menschen sind bei mindestens einer der deutschsprachigen Kontakt-Seiten registriert, schreiben die Verbraucherzentralen in ihrem neuen Ratgeber «Gesucht: neue Liebe». Bereits 2003 nahm das Netz hinter Freundeskreis und Arbeitsplatz den dritten Platz bei den Orten ein, an denen sich Paare kennenlernen. Über
2.500 Flirtportale und Partnerbörsen werben dort um Singles. Das Geschäft boomt: Betrug der Umsatz der Anbieter im Jahr 2005 noch 76 Millionen Euro, so schätzt ihn der Branchenverband Bitkom für 2008 bereits auf über 100 Millionen Euro. Doch der Weg zum großen Glück hat auch online seine Tücken. Wer ernsthaft sucht und Enttäuschungen vermeiden will, sollte deshalb nach Ansicht der Verbraucherschützer einige Tipps befolgen. Zwtl. Kontaktbörse oder Partnervermittlung Bei der Online-Partnersuche gibt es zwei Möglichkeiten: Man kann sich bei einer Kontaktbörse anmelden oder eine Partnervermittlung nutzen. Während man bei Kontaktbörsen selbst in den Profilen anderer Nutzer stöbert, übernimmt die Partnervermittlung die Suche. In beiden Fällen füllt man ein eigenes Profil aus, bei der Partnervermittlung dazu noch umfangreiche Fragenkataloge, nach denen später ein passender Partner vermittelt werden soll. Die Frage nach dem richtigen Weg führt auch übers Geld. Wegen des höheren Aufwands sind Partnervermittlungen deutlich teurer, zwischen 49 und 150 Euro im Monat kosten die Dienste. Kontaktbörsen sind manchmal kostenlos, oft zahlt man erst für die Kontaktaufnahme mit anderen Mitgliedern oder die dauerhafte Bereitstellung des Profils, in der Regel zwischen 10 und 30 Euro. «Bei einem kostenpflichtigen Dienst ist die Wahrscheinlichkeit, dass es Nutzer ernst meinen, in der Regel wesentlich höher», sagen die Verbraucherzentralen. Zwtl: Angebote prüfen und vergleichen Das richtige Angebot sollte man sich in aller Ruhe aussuchen. Die größeren Anbieter werden bereits regelmäßig in Verbrauchertests überprüft, auch der TÜV vergibt ein «Safer Shopping»-Zertifikat für Qualität, Sicherheit und Transparenz. Wichtiges Auswahlkriterium ist die Zielgruppe. «Sammeln Sie so viele Informationen über die Zielgruppe wie möglich, damit Sie in der Kontaktbörse auf die Suche gehen, die für Sie die richtige ist», raten die Verbraucherzentralen. Immer genau durchlesen sollte man sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Werden diese gar nicht angezeigt, handelt es sich laut Ratgeber um eine unseriöse Seite. Vorsicht sei auch geboten bei Firmen mit englischer «Ltd.»-Registrierung. Und von Anbietern mit 0900er-Telefonnummern oder teuren SMS-Flirtlines lasse man besser die Finger, raten die Verbraucherschützer. Ein Preisvergleich lohnt sich angesichts der Unterschiede. Zwtl: Persönliche Daten schützen Wer ein passendes Angebot gefunden hat, steht vor der schwierigen Aufgabe, sich selbst zu präsentieren. Ehrlich sein, aber nicht gleich alles von sich erzählen, empfehlen die Verbraucherzentralen. Und vor allem keine privaten Daten veröffentlichen. Zum Schutz vor Spam und unerwünschten Kontakten ist es außerdem sinnvoll, eine separate Mailadresse einzurichten. Auch das obligatorische Profilfoto will gut gewählt sein. Es sollte zu den eigenen Angaben passen. «Bevor es später zu Enttäuschungen kommt, sollten Sie lieber von Anfang an mit offenen Karten spielen», ist der Rat. Wer in Profilen auf gut gemachte erotische Fotos stößt, sollte misstrauisch sein. Hier stecke häufig ein professioneller Sexanbieter dahinter, warnen die Verbraucherschützer, es handele sich um ein so genanntes Fake-Profil, eine Fälschung. Der Ratgeber «Gesucht: neue Liebe» kostet 9,90 Euro und kann bei den Verbraucherzentalen bestellt werden. www.vzbv.de/ratgeber/Partnervermittlung.html

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