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Wirtschaft & Industrie

Die Bundeskanzlerin verlangt nun konkretes Konzept für Opel vom US-Autokonzern

Merkel wirft General Motors Verantwortungslosigkeit vor



(PR-inside.com 10.11.2009 12:26:05) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Autokonzern General
Motors (GM) für seinen Umgang mit Opel scharf angegriffen. GM sei
über Monate hinweg nicht in der Lage gewesen, seiner Verantwortung
für Opel «auch nur annähernd gerecht zu werden», sagte Merkel am
Dienstag in Berlin in ihrer Regierungserklärung in Berlin.

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Berlin (ddp). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Autokonzern General Motors (GM) für seinen Umgang mit Opel scharf angegriffen. GM sei über Monate hinweg nicht in der Lage gewesen, seiner Verantwortung für Opel «auch nur annähernd gerecht zu werden», sagte Merkel am Dienstag in Berlin in ihrer Regierungserklärung in Berlin. Die Arbeitnehmer hätten sich zu erheblichen Opfern bereiterklärt.
«Sie haben im Gegenzug Verlässlichkeit erwartet, und sie wurden tief enttäuscht. Ich bedauere die Entscheidung von General Motors außerordentlich», sagte Merkel, die sich in ihrer Regierungserklärung erstmals zum geplatzten Verkauf von Opel an den Zulieferer Magna äußerte. Die Kanzlerin verlangte von GM eine «konkrete Lösung, die Arbeitsplätze, Know-how und Standorte sichert». Die Bundesregierung erwarte eine «schnell ein verlässliches Konzept», das den deutschen Standorten «die Chance gibt auf eine gute Zukunft». Gelingen könne diese Lösung nur, wenn GM den Hauptanteil der Restrukturierung mit eigenen Mitteln trage, stellte Merkel klar. «Wir erwarten, dass sich das Unternehmen gleichermaßen für seine amerikanischen wie für seine europäischen Standorte engagiert», betonte Merkel im Bundestag. Eine «faire Balance» sei eine entscheidende Bedingung, damit die jetzt kommenden Gespräche überhaupt eine Aussicht auf Erfolg hätten. Zugleich sicherte Merkel zu: «Dass was der Bundesregierung und den Landesregierungen der vier Opel-Standorte möglich ist, das werden wir tun, darauf können sich alle verlassen.» Merkel verteidigte zugleich ihren großen Einsatz für Magna. Die alte Bundesregierung habe sich aus guten Gründen für einen strategischen Investor entschieden, um Opel eine gute Zukunft zu ermöglichen. «Hätten wir das nicht getan, gäbe es Opel heute nicht mehr», sagte die Bundeskanzlerin. (ddp)


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