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Politik

Dauerausstellung erinnert an Geschichte des Kalten Kriegs und der Glienicker Brücke

Merkel eröffnet Privatmuseum in Villa Schöningen



(PR-inside.com 08.11.2009 20:47:03) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Sonntag das
Privatmuseum in der Villa Schöningen an der Glienicker Brücke in
Potsdam eröffnet. Das «Wechselbad deutscher Geschichte», das Leid,
aber auch Glück und Freude umfasse, erwarte den Besucher in der
Villa Schöningen, sagte Merkel am Vorabend des 20. Jahrestages des
Mauerfalls.

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Potsdam (ddp-lbg). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Sonntag das Privatmuseum in der Villa Schöningen an der Glienicker Brücke in Potsdam eröffnet. Das «Wechselbad deutscher Geschichte», das Leid, aber auch Glück und Freude umfasse, erwarte den Besucher in der Villa Schöningen, sagte Merkel am Vorabend des 20. Jahrestages des Mauerfalls. Der 9. November erinnere sowohl an die «Licht- als
auch an die Schattenseiten» deutscher Geschichte. In dem Museum gebe es eine «Korrespondenz zwischen Geschichte und Kunst», fügte Merkel hinzu. «Besonders bemerkenswert» sei, dass die Dauerausstellung auch Dokumente von Zeitzeugen erhalte. Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski lobte die deutsch-polnischen Beziehungen und bezeichnete Deutschland als «einflussreichstes Land in Europa». Das Jahr des Mauerfalls 1989 nannte er «ein Happy End» einer abenteuerlichen Geschichte. Der ehemalige amerikanische Außenminister Henry Kissinger bezeichnete die Villa als «Museum, das der Geschichte der Freiheit» gewidmet ist. Die Villa Schöningen werde «uns an unsere Werte, aber auch an unsere Pflichten» erinnern, fügte Kissinger hinzu. Die Glienicker Brücke, die sich einige Meter von der Villa entfernt befindet, sei ein «Symbol deutscher-deutscher Teilung», sagte der Miteigentümer und Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, Mathias Döpfner. Die Villa Schöningen solle nicht «Hülle für eine private Kunstsammlung», sondern «Ort der Geschichte» sein. In der Ausstellung «Spione, Mauer, Kinderheim» werde das Grauen totalitär Regime ebenso gezeigt wie der Alltag während des Kalten Krieges aus der Perspektive der Opfer aber auch der Täter. «Geschichte besteht immer aus Geschichten», fügte Döpfner hinzu. Daher gebe es in der Schau auch Zitate, Fotos und Objekte von Zeitzeugen. Zu den rund 500 geladenen Gästen gehörten Außenminister Guido Westerwelle (FDP), der ehemalige sowjetische Präsident Michail Gorbatschow sowie der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP). In der Villa, die von Friedrich Wilhelm IV. in Auftrag gegeben und nach Plänen des Architekten Ludwig Persius in den Jahren 1843-45 erbaut wurde, sind eine historische Dauerausstellung sowie Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst zu sehen. In der Dauerausstellung liege der Schwerpunkt auf der Geschichte des Hauses und der Glienicker Brücke. Außerdem werde die Zeit zwischen 1952 und 1992 beleuchtet, in der die Villa als Kinderwochenheim diente. In der ersten Wechselausstellung «1989» werden Arbeiten von 14 zeitgenössischen Künstlern aus neun Nationen gezeigt. Dazu gehören Neo Rauch, Marek Piwowski, Marcel Odenbach sowie Josephine Meckseper. Die Villa Schöningen, die komplett restauriert wurde, ist seit 1996 Teil des Berlin-Potsdamer UNESCO-Welterbes. Döpfner und der Bankier Leonhard H. Fischer hatten das Baudenkmal im Jahr 2007 gekauft. (ddp)


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